In diesem Gespräch erläutern zwei erfahrene Experten, warum Entgiftung heute mehr ist als ein Trend. Sie erhalten klare Antworten zu Ursachen, praktikablen Schritten und zu psychischer Entgiftung. Die folgenden Fragen stellt Fabian Glogg.
Inhaltsverzeichnis
- Warum Entgiftung jetzt ins Zentrum rückt
- Wo finden sich die meisten Gifte?
- Basis-Maßnahmen: Wasser, Schlaf und Reduktion von Medikamenten
- Das Problem der fettlöslichen Gifte und das Gehirn
- Praktische Entgiftungsmittel und -verfahren
- Chelattherapien und Apherese: wenn es wirklich ernst ist
- Psychische Entgiftung: Angst als unterschätztes Gift
- Interview-Fazit: Brücken bauen – Schulmedizin und Ganzheitsmedizin
- FAQ
- Weiterführende Angebote & Ressourcen
- Abschließende Worte
Warum Entgiftung jetzt ins Zentrum rückt
Fabian Glogg: Warum ist Entgiftung heute ein zentrales Gesundheitsthema?
Dr. Til Steinmeier erklärt, dass die Umwelt heute eine ungeheure Zahl neuer chemischer Verbindungen produziert. Viele dieser Substanzen sind fettlöslich und verbleiben lange im Körper. Prof. Stefan Hockertz ergänzt, dass je länger ein Gift im Körper verweilt, desto toxischer es wirken kann. Beide betonen: Entgiftung ist keine Mode, sondern eine Notwendigkeit, um langfristig die Gesundheit zu erhalten.
Wo finden sich die meisten Gifte?
Fabian Glogg: Wo nehmen Menschen diese Belastungen überwiegend auf?
Die häufigste Quelle ist die Nahrung. Statine, Medikamente allgemein und Umweltchemikalien gelangen über Essen und Einatmen in den Körper. Paracelsus' Grundsatz gilt: Die Dosis macht das Gift. Trotzdem besteht heute die Gefahr einer kumulativen Last – viele kleine Dosen addieren sich. Die Experten weisen darauf hin, dass Medikamente selbst toxische Wirkungen haben können und eine Reduktion unnötiger Arzneimittel eine einfache Form der Prävention ist.
Basis-Maßnahmen: Wasser, Schlaf und Reduktion von Medikamenten
Fabian Glogg: Welche einfachen Schritte können Sie sofort umsetzen?
Wasser ist das einfachste Entgiftungsmittel. Ein Erwachsener sollte täglich mindestens zwei Liter sauberes, mineralienarmes Wasser trinken, damit die nierenvermittelte Ausscheidung wasserlöslicher Toxine funktioniert. Zweitens: Schlaf und Regeneration stärken. Drittens: Medikamentenlisten kritisch prüfen und unnötige Präparate reduzieren, damit Wechselwirkungen und iatrogene Belastung minimiert werden.
Das Problem der fettlöslichen Gifte und das Gehirn
Fabian Glogg: Warum sind fettlösliche Gifte besonders gefährlich?
Fettlösliche Stoffe lagern sich in Organen und im Fettgewebe ab – auch im Gehirn, das überwiegend aus Lipiden besteht. Hier können sie langwierige Schäden verursachen und tragen laut den Experten zur Zunahme neurodegenerativer Erkrankungen bei. Die Kombination von fettlöslichen Schadstoffen und einer weit verbreiteten Cholesterinsenkung durch Statine kann das Gleichgewicht im Nervensystem stören. Daher ist es wichtig, Statin- und Medikamentenverordnungen kritisch zu überprüfen.
Praktische Entgiftungsmittel und -verfahren
Fabian Glogg: Welche Mittel und Techniken empfehlen Sie konkret?
Die Experten nennen eine Reihe bewährter Ansätze, die sich kombinieren lassen:
- Zeolithe (Vulkangesteine): binden im Darm leberseitig ausgeschiedene Gifte und unterbrechen den Leber-Darm-Recycling-Kreis. Empfehlung: zertifizierte medizinische Zeolithe, nachts und intermittierend anwenden.
- Cholestyramin (4 g nachts): kann persistente Stoffen wie PFAS binden und die Ausscheidung fördern.
- Silizium: bindet Mikroplastik und wirkt als natürliche Substanz zur Unterstützung der Entgiftung.
- Algen: besitzen Schadstoffbindungsstellen; mikronisierte Formen können die Oberfläche vergrößern.
- Ballaststoffe / Präbiotika wie Inulin oder Akazienfasern: unterstützen Darmgesundheit und Ausscheidung.
Fabian Glogg: Gibt es Risiken bei oralen Entgiftungsmitteln?
Ja. Fast alle oralen Bindemittel wirken unspezifisch und sollten nicht dauerhaft ohne ärztliche Begleitung eingenommen werden. Intervallanwendungen und Nährstoffausgleich sind wichtig, um Mangelzustände zu vermeiden.
Chelattherapien und Apherese: wenn es wirklich ernst ist
Fabian Glogg: Wann sind Chelattherapie oder Apherese sinnvoll?
Bei hoher Belastung mit Schwermetallen wie Arsen, Blei, Quecksilber oder Cadmium sind Chelatmittel (z. B. DMPS, DMSA, EDTA) gute Optionen. Chelate binden Metalle chemisch und machen sie nierengängig. Apherese und Insu- oder Plasmapherese sind besonders effektiv, um auch fettlösliche Toxine zu entfernen. Diese Verfahren sind medizinisch begleitet durchzuführen; es muss parallel an der Substitution verlorener Nährstoffe gearbeitet werden.
Fabian Glogg: Wie sieht es mit modernen Tests aus?
Man kann Belastungen messen und auch das sogenannte Eluat aus Apherese-Prozessen ins Labor senden. Zudem lassen sich Entgiftungskapazitäten über Phase-1- und Phase-2-Enzyme (Zytochrome, Glutathion-System) bestimmen. Solche Daten helfen, Therapie und Ersatzmaßnahmen individuell anzupassen.
Psychische Entgiftung: Angst als unterschätztes Gift
Fabian Glogg: Sie sprechen auch von psychischer Entgiftung. Was genau meinen Sie?
Angst, Sorge und Dauerstress wirken wie Gifte auf Körper und Immunsystem. Psychoneuroimmunologische Mechanismen zeigen, wie Stresshormone (z. B. Noradrenalin) Entzündungswege (NF-kB) aktivieren und Regeneration im Schlaf stören. Maßnahmen zur psychischen Entgiftung sind ebenso essenziell wie die körperliche Entgiftung: bewusstes Medienkonsum-Management, soziale Verbindung, achtsame Routinen und therapeutische Unterstützung bei Bedarf.
Interview-Fazit: Brücken bauen – Schulmedizin und Ganzheitsmedizin
Fabian Glogg: Was ist Ihr übergreifender Rat für Menschen, die jetzt handeln wollen?
Die Experten empfehlen einen dreistufigen Ansatz:
- Reduktion der Belastung: weniger unnötige Medikamente, saubere Ernährung, Wasser und Schlaf.
- Gezielte Entgiftung: orale Bindemittel in Intervallen, bei Bedarf Chelate oder Apherese unter ärztlicher Leitung.
- Regeneration und Ersatz: Mikronährstoffe, Aufbau der Entgiftungsenzyme und psychische Stabilisierung.
Diese Brücke zwischen Ursachen und Wirkungen, zwischen Schulmedizin und Ganzheitsmedizin, schafft nachhaltige Gesundheit.
FAQ
Welche alltäglichen Produkte enthalten die meisten PFAS?
PFAS finden sich in wasserabweisenden Textilien, Teflon-Beschichtungen, Verpackungen und in vielen industriellen Anwendungen. Vermeiden Sie behandelte Funktionskleidung für den täglichen Gebrauch und reduzieren Sie Kontakt zu stärker belasteten Quellen.
Wie oft sollte ich Zeolithe oder Cholestyramin-Kuren machen?
Experten raten zu Intervallanwendungen: zum Beispiel zwei Wochen Einnahme, gefolgt von Pausen. Eine individuelle Abstimmung mit Laborwerten und ärztlicher Begleitung ist wichtig.
Kann Paracetamol die Entgiftung blockieren?
Ja. Paracetamol kann das Glutathion-System belasten und so die Leber-Entgiftung beeinträchtigen. Bewusster Umgang und ärztliche Beratung bei häufiger Einnahme sind ratsam.
Wie finde ich seriöse Angebote für Apherese oder Chelattherapie?
Suchen Sie zertifizierte medizinische Einrichtungen mit Erfahrung in Umweltmedizin und Toxicology. Fragen Sie nach Messdaten, Substitutionsplänen und Langzeitbegleitung.
Weiterführende Angebote & Ressourcen
QS24 bietet viele Angebote, die Sie bei Ihrem Weg zur Entgiftung unterstützen können:
- QS24 Gesundheitskompass – Ausgabe 1 erreichte eine verteilte Auflage von 140.000 Exemplaren. Die zweite Ausgabe erscheint im Januar 2026 mit einer beeindruckenden Auflage von über 1.000.000 Exemplaren, davon rund 580.000 direkt im D-A-CH-Raum.
- QS24 Academy: https://my.qs24.academy – Zertifikatskurse mit Expertinnen und Experten.
- Online-Plattform Gesundheitskompass: https://qs24.run/online
- QS24 APP: https://www.qs24.tv/qs24-app/
- QS24 Sprechstunden – interaktive Experten-Events: https://qs24.run/sprechstunden
- Newsletter-Anmeldung: https://www.qs24.tv/newsletter/
Zur Reichweite und Seriosität: Die QS24 Mediengruppe AG erreicht bis zu 600.000 Zuschauer pro Tag über alle Verbreitungskanäle. Über 400.000 Abonnenten auf YouTube und monatlich mehr als 419.900 Stunden gestreamter Inhalte zeigen die Breite des Netzwerks. QS24 stellt mehr als 6.500 Videos und rund 120 neue Formate pro Monat zur Verfügung und arbeitet mit über 700 Ärzten und Wissenschaftlern zusammen.
Abschließende Worte
Entgiftung ist ein vielschichtiger Weg: Er beginnt bei Wasser, Ernährung und dem sorgsamen Umgang mit Medikamenten, führt über gezielte Therapien wie Zeolithe, Cholestyramin, Chelate und Apherese und schließt psychische Arbeit nicht aus. Wer diese Ebenen verbindet, schafft eine nachhaltige Grundlage für Gesundheit.
Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihr Vertrauen. Bleiben Sie neugierig und verantwortlich mit Ihrer Gesundheit. Herzlich, Ihr QS24-Team in Dankbarkeit.

