Alexander Glogg spricht mit Dr. Mustafa Altindag über eine praktische Masterarbeit, die zeigt: Mit gezielter Mikronährstoffsupplementierung lassen sich bei Führungskräften messbare Verbesserungen von Gesundheit, Energie und Lebensqualität erreichen – selbst wenn Ernährungsgewohnheiten unverändert bleiben. In diesem Interview stehen Prävention, betriebliches Gesundheitsmanagement und konkrete Resultate im Mittelpunkt. Nutzen Sie die Einblicke für Ihr eigenes Gesundheitskonzept.
Inhaltsverzeichnis
- Kurzüberblick: Was wurde untersucht?
- Interview
- Warum diese Studie eine Brücke schlägt: Schulmedizin ↔ Ganzheitsmedizin
- Praktische Empfehlungen für Entscheider
- Ausblick: Skalierung und Unternehmenskultur
- FAQ
- Weiterführende Angebote von QS24
- Schlusswort
Kurzüberblick: Was wurde untersucht?
Dr. Mustafa Altindag führte eine zwölfwöchige Interventionsstudie mit 15 männlichen Managern (35–65 Jahre) durch. Ziel war zu prüfen, ob ein individuell abgestimmtes Mikronährstoffprogramm das Energiesystem, Stressprofile und Laborwerte verbessern kann, ohne das Ernährungsverhalten grundlegend zu ändern. Messpunkte: Blutbild, Aminosäuren-Screening, Vitamin D, Omega-3-Index, Cortisol-Tagesprofil sowie Lebensqualitäts- und Ernährungsbögen.

Interview
Herr Glogg: Warum genau Manager und warum aus der Türkei?
Dr. Altindag erklärt, dass Manager aufgrund langer Arbeitszeiten, hoher Verantwortung und eingeschränkter Zeit für gesunde Ernährung besonders anfällig für chronische Erschöpfung, metabolische Risiken und Burnout sind. In der Türkei kommen ökonomische Probleme und eine hohe Zahl der Arztbesuche hinzu. Die Auswahl zielte darauf ab, Multiplikatoren zu erreichen: 15 Manager beeinflussen in ihrer Organisation hunderttausende Mitarbeiter.
Herr Glogg: Wie sah das Studiendesign konkret aus?
Die Studie lief über zwölf Wochen mit individuell angepasster Supplementierung: Mineralstoffe (z. B. Magnesium, Zink, Selen), gezielte Aminosäuren (u. a. Arginin), Omega-3-Algenöl sowie ein pflanzlicher Matrixkomplex (HCK-Verfahren). Ausschlusskriterien waren schwere onkologische oder chronische Erkrankungen. Messungen erfolgten mehrfach, darunter ein Cortisol-Tagesprofil statt einer Einzelmessung.

Herr Glogg: Welche Labor- und klinischen Veränderungen traten auf?
Deutlich messbare Ergebnisse zeigten sich innerhalb der zwölf Wochen:
- Vitamin D stieg bei vielen Probanden von unter 40 ng/ml auf Werte über 40–70 ng/ml.
- Der Omega-3-Index konnte von etwa 3 auf über 6 erhöht werden.
- HbA1c blieb weitgehend stabil, was erwartbar ist, da die Ernährung unverändert blieb.
- Subjektives Energielevel und Schlafqualität verbesserten sich im Mittel um rund 68 %.
- Cortisolprofile zeigten bei zuvor auffälligen Probanden eine Normalisierungstendenz.

Herr Glogg: Was bedeutet das für das Burnout-Risiko und Leistungsfähigkeit?
Durch die gezielte Auffüllung essenzieller Mikronährstoffe verbesserten sich Stresssymptome, Schlaf und subjektive Leistungsfähigkeit. Das reduzierte messbar das Burnout-Risiko. Für betriebliche Gesundheitsstrategien ist das ein praktikabler Ansatz: kurzfristig wirksame Maßnahmen, die in Unternehmen implementierbar sind, ohne einen kompletten Wandel der Essgewohnheiten zu erzwingen.
Herr Glogg: War die Akzeptanz bei den Teilnehmern hoch?
Ja. Anfangs waren Teilnehmer skeptisch gegenüber wiederholten Blutentnahmen und konsequenter Einnahme. Durch persönliche Motivation und Führungseinfluss konnten alle überzeugt werden. Wichtig war die Aufklärung: Verstehen, warum bestimmte Messungen nötig sind, und wie Mikronährstoffe als Bausteine fungieren.

Warum diese Studie eine Brücke schlägt: Schulmedizin ↔ Ganzheitsmedizin
Die Arbeit verbindet klassische Labordiagnostik mit individualisierter Mikronährstofftherapie. Mikronährstoffe werden nicht als Ersatz für Ernährung oder Therapie verstanden, sondern als Brückenmaterial: Wenn die zellulären Bausteine fehlen, kann der Körper viele Reparaturprozesse nicht ausführen. Supplementierung ist somit eine praktische Ergänzung, die Prävention, Lebensqualität und betriebliche Leistungsfähigkeit stärkt.
Praktische Empfehlungen für Entscheider
- Testen statt raten: Basisanalysen (Vitamin D, Omega-3-Index, Aminosäuren) geben eine verlässliche Grundlage.
- Zielgerichtet supplementieren: Individualisierte Rezepturen sind effektiver als pauschale Multivitamine.
- Monitoring: Wiederholte Messungen (z. B. Cortisol-Tagesprofil) zeigen Wirkungen und erhöhen Compliance.
- Kommunikation: Führungskräfte als Multiplikatoren einsetzen, um Programme nachhaltig zu verankern.
Ausblick: Skalierung und Unternehmenskultur
Dr. Altindag berichtet, dass aus der Studie bereits Seminare, Wochenendkurse und betriebliche Programme entstanden. Ziel ist es, die Erkenntnisse in Betrieben zu verankern, sodass Gesundheitsförderung von oben nach unten wirkt. Diese Vorgehensweise eignet sich besonders in wirtschaftlich herausfordernden Umfeldern, in denen Zeit und Ressourcen knapp sind.

FAQ
Wie schnell sind Effekte messbar?
Bei den eingesetzten Markern zeigten sich Verbesserungen innerhalb von zwölf Wochen – insbesondere bei Vitamin D, Omega-3-Index sowie subjektivem Energielevel und Schlafqualität.
Brauche ich eine Ernährungsumstellung?
Nicht zwingend für erste Verbesserungen. Supplementierung kann kurzfristig fehlende Nährstoffe auffüllen. Langfristig bleibt eine gesunde Ernährung sinnvoll für Stoffwechsel und Prävention.
Sind die Ergebnisse auf andere Länder übertragbar?
Die physiologischen Mechanismen sind universal. Kontextfaktoren wie typische Ernährungsgewohnheiten oder wirtschaftliche Rahmenbedingungen beeinflussen allerdings das Vorgehen und die Prioritätensetzung.
Wie wähle ich geeignete Tests aus?
Die Basisdiagnostik umfasst Vitamin D, Omega-3-Index, Blutbild und, je nach Beschwerden, Aminosäuren sowie ein Cortisol-Tagesprofil. Eine individuelle Beratung durch qualifizierte Experten wird empfohlen.
Weiterführende Angebote von QS24
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Schlusswort
Die Studie von Dr. Mustafa Altindag zeigt, dass gezielte Mikronährstoffversorgung eine praktikable Brücke zwischen Ursachenorientierung und wirkungsvoller Prävention sein kann. Für Entscheider und Verantwortliche in Unternehmen bietet dieser Ansatz einen konkreten Weg, Gesundheit und Produktivität zu fördern. Wenn Sie jetzt handeln, legen Sie nachhaltige Grundsteine für eine gesündere Organisation.
Herzlichen Dank für Ihre Zeit. Bleiben Sie neugierig, verantwortungsbewusst und achtsam.
Mit herzlichen Grüßen und Dankbarkeit,
Alexander Glogg

