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Jochen Schweizer
Erlebnismarketing neu gedacht: Jochen Schweizer Arena, Woktan und die Learnings von Etienne Herr & Beat Ambord
🎢 Das grosse Ganze: Warum Erlebnisparks heute mehr sind als Attraktionen
In Masterhausen wurde deutlich, dass ein moderner Erlebnispark weit mehr sein muss als eine Sammlung einzelner Attraktionen. Die Jochen Schweitzer Arena zeigt, wie ein Ort zur Plattform für unvergessliche Erfahrungen wird: Besucher kommen nicht nur, um etwas zu tun, sie gehen mit neuen Eindrücken, stolz auf Gelerntes und persönlichen Erfolgen.
Das ist bewusstes Erlebnismarketing. Es geht darum, Menschen zu verblüffen, zu begeistern und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie etwas erlebt haben, das ihr Leben bereichert. Ob Windkanal, künstliche Surfwelle oder ein innovativer Seilpark – das Ziel ist immer dasselbe: Menschen in ein Erlebnis zu holen, das sie so schnell nicht vergessen.
🍨 Woktan, Oro Nero & Oranero: Gastronomie als Alleinstellungsmerkmal
Gastronomie ist heute oft das unterschätzte Aushängeschild für Erlebnisorte. Mit Marken wie Woktan, dem eigenen Eis Oro Nero und dem Kaffee Oranero wird die Küche selbst zur Attraktion.
- Oro Nero Eis: bis zu 70% Fruchtanteil, ohne chemische Zusatzstoffe, frisch verarbeitet und mit Milch aus einem italienischen Tal.
- Oranero Kaffee: Direktkauf bei einer kenianischen Familie, hohe Qualität und im Blindtest unter den Top 3.
- Regionalität als Erlebnis: Beispiel Raglet mit eigenem Käse aus Schweizer Alpenkühen und einem Hausliefer-Service für Erlebnisgenuss zuhause.
Solche Produkte schaffen Differenzierung und Markenstärke. Sie sind Verkaufsargument und Story zugleich.
🏄♂️ Technik trifft Erlebnis: Windkanal, künstliche Welle, Seilpark
Technische Exzellenz ermöglicht Erlebnisse für breite Zielgruppen. Die künstliche Welle demokratisiert das Surfen: konstante Bedingungen, warmes Wasser und Trainingsmöglichkeiten sorgen dafür, dass Einsteiger schnell Fortschritte machen.
Der Windkanal wurde als einer der besten Europas bezeichnet und bietet ein sicheres, intensives Flugerlebnis. Im Seilpark wiederum verhindert ein durchdachtes Sicherungssystem das Ausklinken, wodurch Eltern entspannter sein und Kinder freier ausprobieren können.
🎭 Showbox & Vertical Catwalk: Erlebnismarketing auf Fassaden und Bühnen
Innovative Showformate sind starke Marketinginstrumente. Die Showbox-Konzepte wie der Vertical Catwalk — vertikale Modenschauen an Hauswänden — oder Fassadeninszenierungen im Kristallpark von Swarovski zeigen, wie Markenpräsenz buchstäblich großflächig inszeniert werden kann.
Solche Produktionen verbinden Architektur, Bildsprache, Musik und Künstlertraining zu einem emotional aufgeladenen Markenmoment, der in Erinnerung bleibt und viral wirkt.
🎓 Mitarbeiterakademie & GetMoreBrain: Bildung als Wachstumstreiber
Investition in Mitarbeiter ist keine Kostenstelle, sondern der wichtigste Hebel für nachhaltiges Wachstum. Eine eigene Akademie kombiniert mit digitalen Tools wie GetMoreBrain verändert, wie Wissen verteilt und angewendet wird.
„Das wichtigste Investment, das man tätigen kann, ist in sich selbst.“
Praxisbeispiel: Innerhalb weniger Monate wurde die Unternehmensgruppe auf ein neues Level gehoben. Mit rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern brachten gezielte Lerninhalte klinische Resultate: informierte Mitarbeiter, höhere Servicequalität und schnelleres Umsetzen neuer Konzepte.
💡 Digitalisierung mit Herz: Technologie nutzen, Menschlichkeit bewahren
Digitalisierung darf nicht zur Entmenschlichung führen. Die Arena digitalisiert Prozesse so, dass Servicekräfte entlastet werden und Gäste mehr profitieren. Entscheidend ist die Grenze: Bestellen bleibt menschlich, während Logistik, Informationsverteilung und Effizienz digital optimiert werden.
Das Ergebnis ist doppelt: Mitarbeiter laufen weniger, verdienen oft mehr Trinkgeld und können sich stärker auf persönliche Gästebegegnungen konzentrieren.
📣 Die Vermarktungsstrategie: Emotionen verkaufen, Standards setzen
Marken wie die Jochen Schweitzer Arena verkaufen nicht nur ein Produkt, sie verkaufen Geschichten und Emotionen. Drei strategische Prinzipien stechen heraus:
- Erlebnisse demokratisieren — Angebote so gestalten, dass möglichst viele Menschen teilnehmen und Erfolge erleben können.
- Emotionen als Lernanker — Erlebnisse mit emotionaler Ladung bleiben länger haften und verstärken Markenbindung.
- Content als Treiber — bewegte Bilder, Musik und starke Imagefilme sind heute zentrale Werkzeuge, um Aufmerksamkeit und Besucherwillen zu erzeugen.
📝 Konkrete Takeaways für Marketing und Erlebnisanbieter
- Investiere in die Menschen — Mitarbeiterakademien und kontinuierliches Lernen sind unverzichtbar.
- Mache Gastronomie zum Erlebnis — lokale Zutaten, transparente Produktion und einzigartige Produkte schaffen Differenzierung.
- Nutze Technik gezielt — automatisiere Prozesse, aber halte die Kundeninteraktion menschlich.
- Erzähle starke Geschichten — Filme, Musik und Live-Inszenierungen erhöhen die Reichweite und die emotionale Bindung.
- Skaliere mit System — bewährte Konzepte wie Seilparks oder Showformate lassen sich regional und international ausrollen.
🚀 Fazit: Mehr als ein Park — eine Plattform für einzigartige Vermarktung
Das Gespräch in Masterhausen mit Etienne Herr, Beat Ambord und Gastgeber Hermann Scherrer macht eines klar: Erfolgreiches Erlebnismarketing verbindet Technik, Gastronomie, Bildung und Inszenierung zu einem großen Ganzen. Wer Gäste nicht nur zufriedenstellen, sondern verblüffen will, muss in Menschen investieren, Geschichten erzählen und technologische Möglichkeiten intelligent einsetzen.
Für Betreiber von Erlebnisorten und Vermarkter gilt: Schaffe Erlebnisse, die Menschen wachsen lassen — und die Marke automatisch stark machen.

