Veröffentlicht 11/03/2026 in Naturmedizin von Alexander Glogg

Turbokrebs: Wir brechen das Schweigen – Interview mit Dr. med. Ute Krüger


Turbokrebs: Wir brechen das Schweigen – Interview mit Dr. med. Ute Krüger

In diesem Gespräch erklärt Dr. med. Ute Krüger, wie sie seit Herbst 2021 ungewöhnliche Muster bei Brusttumoren beobachtet hat: jüngere Betroffene, größere und schneller wachsende Herde sowie multifokale und aggressive Rezidive. Diese Beobachtungen werfen Fragen nach Ursachen, Früherkennung und Therapieentscheidungen auf. Die Informationen wenden sich an alle, die fundierte Antworten und Handlungsmöglichkeiten suchen. QS24, wikiSana, QS24.tv, Sprechstunden stehen dabei als Plattformen und Angebote für weiterführende Informationen zur Verfügung.

Inhaltsverzeichnis

Interview

Fabian Glogg: Frau Dr. Krüger, bitte erzählen Sie kurz von Ihrem beruflichen Hintergrund und wo Ihre Expertise liegt.

Ich habe in Berlin an der Humboldt-Universität Medizin studiert und arbeite seit vielen Jahren in Schweden als Fachärztin für Pathologie. Meine Tätigkeit umfasste klinische Arbeit in zwei pathologischen Instituten sowie Forschung zur Mammakarzinom-Pathologie an der Universität Lund. Dadurch habe ich zehntausende Diagnosen gestellt und ein tiefes Verständnis dafür entwickelt, wie sich Brusttumoren normalerweise präsentieren und welche Altersverteilungen typisch sind.

Fabian Glogg: Welche Rolle spielt die Pathologie in der Diagnostik und Therapieplanung?

Als Pathologin untersuche ich das Gewebe, das Chirurgen entnommen haben. Es folgt ein aufwändiger Prozess: Fixierung, Einbettung, Schnitt und Färbung, danach die mikroskopische Beurteilung. Die Befunde der Pathologie bilden die Grundlage für alle weiteren Therapieentscheidungen. Eine fehlerhafte pathologische Diagnose kann zu einer falschen Therapie für den Patienten führen. Diese Verantwortung nimmt man sehr ernst.

Was versteht Dr. Krüger unter "Turbokrebs"?

Fabian Glogg: Sie prägten den Begriff "Turbokrebs". Was meinen Sie damit konkret?

Mit "Turbokrebs" beschreibe ich Tumoren, die deutlich schneller wachsen, aggressiver sind und sich anders verhalten als gewohnt. Ab Herbst 2021 sah ich häufiger Gewebeproben von jüngeren Patientinnen (ca. 30 bis 55 Jahre), Tumoren mit größeren Durchmessern (4 cm oder mehr) und in Einzelfällen sogar extrem große Tumoren bis 16 cm.

Ärztin im Interview spricht offen über Befunde, gut sichtbare Gestik

Fabian Glogg: Sie erwähnten auch Multifokalität. Was heißt das und wie sahen Ihre Befunde aus?

Multifokalität bedeutet, dass in einer Brust mehrere Tumorherde gleichzeitig wachsen. Bei einer 55-jährigen Patientin dokumentierte ich innerhalb von 13 Zentimetern ein duktales Karzinom in situ mit etwa 20 Herden, davon sieben invasive Herde auf einem Schnitt und bereits Lymphgefäßinvasion sowie vier Lymphknotenmetastasen. Solche Befunde waren für mich ungewöhnlich in dieser Häufigkeit und Aggressivität.

HE‑gefärbter histologischer Schnitt einer Brustprobe mit rot/blau markierten, multifokalen Tumorherden zur Veranschaulichung.

Fabian Glogg: Gab es auch Fälle von raschen Rezidiven?

Ja. Eine 80-jährige Patientin, die sieben Jahre zuvor eine Sektoroperation gehabt hatte, entwickelte nur drei Monate nach einer Corona-Spritze wieder einen sehr schnell wachsenden Tumor in der operierten Brust. Das Operationspräparat zeigte einen Tumordurchmesser von 55 Millimetern, dazu Hautmetastasen. Solche gleichzeitigen Rezidive und Hautbeteiligungen kenne ich aus meiner früheren Praxis deutlich seltener.

Hämatoxylin‑Eosin-Färbung (HE) einer Brustprobe mit markierten Rezidivbereichen

Wie misst man Aggressivität?

Fabian Glogg: Was sagen die histologischen Bilder zur Teilungsaktivität der Zellen?

Die Ki67-Färbung zeigt, wie viele Tumorzellen sich gerade teilen. Bei langsam wachsenden Tumoren findet man etwa 10 Prozent proliferierende Zellen. Bei den von mir als aggressiv eingestuften Tumoren sah ich Werte um 70 Prozent. Das ist ein deutlicher Hinweis auf sehr hohe Proliferation und damit schnelles Wachstum.

Mikroskopisches Bild einer Ki67‑Immunfärbung mit zahlreichen braunen, positiv gefärbten Zellkernen (hohe Proliferation)

Fragen zu Ursachen und möglichen Zusammenhängen

Fabian Glogg: Sie haben einen Zusammenhang mit mRNA-Impfungen geäußert. Wie sind Sie zu dieser Hypothese gekommen?

Ich beobachtete ab Herbst 2021 gehäuft aggressive Tumorverläufe und analysierte die Patientendaten. In vielen Fällen hatten die Betroffenen eine mRNA- oder modRNA-Injektion erhalten. Das führte mich zur Hypothese, einen möglichen zeitlichen Zusammenhang zu prüfen. Eine Hypothese zu formulieren und zu überprüfen ist Bestandteil wissenschaftlicher Arbeit. Eine ausreichende, groß angelegte Studie dazu fehlt bislang.

Fabian Glogg: Gibt es Studien, die Ihre Beobachtungen stützen?

Zwischenzeitlich ist eine große Kohortenstudie aus Südkorea mit 8,4 Millionen Datensätzen erwähnt worden, die zwischen 2020 und 2023 einen erhöhten Risiko-Zusammenhang für mehrere Tumorarten innerhalb eines Jahres nach einer COVID-mRNA-Impfung beschreibt. Diese Beobachtungen sind Gegenstand intensiver Diskussion. Es bleibt wichtig, hier differenziert und wissenschaftlich fundiert weiterzuforschen.

Praktische Empfehlungen für Betroffene

Fabian Glogg: Was raten Sie Menschen, die besorgt sind oder bereits geimpft wurden?

In erster Linie nicht in Angst zu verfallen. Angst schwächt das Immunsystem. Wichtig ist, die Immunabwehr zu stärken und den Körper unterstützend zu begleiten. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Bewegung, Vitamin- und Mineralstoffversorgung und gegebenenfalls sanfte Entgiftungsmaßnahmen. In meiner Praxis habe ich beobachtet, dass beispielsweise Löwenzahnextrakt die Blutqualität im Dunkelfeldbild positiv beeinflussen kann. Solche Maßnahmen ersetzen jedoch keine fachärztliche Abklärung bei auffälligen Befunden.

Fabian Glogg: Wie empfehlen Sie, mit Therapieentscheidungen umzugehen?

Sie sollten Zeit und Raum für Entscheidungen erhalten. Hektik und Druck führen zu Fehlentscheidungen. Jeder Tumor und jede Lebensgeschichte ist individuell. Wichtig ist ein interdisziplinärer Austausch, das Abwägen von Risiken und Nutzen und die Aktivierung eigener Selbstheilungskräfte, wo möglich. Es gibt keine pauschale Empfehlung; Entscheidungen sollten in Ruhe, mit klaren Informationen und auf Basis von Befunden getroffen werden.

FAQ

Was ist "Turbokrebs" genau?

"Turbokrebs" bezeichnet tumorbiologische Muster, bei denen Tumoren schneller wachsen, häufiger multifokal auftreten und eine höhere Teilungsrate aufweisen als übliche Verläufe. Der Begriff beschreibt eine Beobachtung, keine etablierte Diagnosekategorie.

Gibt es einen wissenschaftlich gesicherten Zusammenhang mit mRNA-Impfungen?

Aktuelle Diskurse und erste groß angelegte Kohortenanalysen zeigen Hinweise auf zeitliche Assoziationen. Entscheidend sind jedoch weitere kontrollierte, prospektive Studien, die Ursachen, Mechanismen und Kausalität klären. Bis dahin bleibt Vorsicht geboten und der Appell, wissenschaftliche Untersuchungen vorurteilsfrei zu unterstützen.

Soll man sich bei einem auffälligen Befund sofort operieren lassen?

Nicht jede sofortige Entscheidung ist zwingend. Es ist wichtig, sich eine sekundäre Meinung einzuholen, alle Befunde besprechen zu lassen und, wenn medizinisch vertretbar, sich Zeit für eine informierte Entscheidung zu nehmen. Bei aggressiven Verläufen kann jedoch rasches Handeln nötig sein; das ist immer individuell zu prüfen.

Wie können Sie sich auf sichere Informationen stützen?

Verlässliche Informationen finden Sie bei etablierten Forschungseinrichtungen, Fachgesellschaften und in interdisziplinären Expertennetzwerken. Plattformen wie QS24, wikiSana, QS24.tv, Sprechstunden bieten ergänzende Perspektiven und Zugang zu Experten, parallel sollten aber peer-reviewed Studien und offizielle Gesundheitsbehörden beachtet werden.

Ressourcen, Angebote und wie Sie dranbleiben

Für vertiefende Inhalte, Weiterbildung und Vernetzung stehen mehrere Angebote zur Verfügung:

  • QS24 Academy: Kurse und Zertifikate mit Expertinnen und Experten. Mehr unter https://my.qs24.academy
  • QS24 Gesundheitskompass: Die zweite Ausgabe markiert einen neuen Meilenstein mit über 1.000.000 Exemplaren, davon rund 580.000 im D‑A‑CH‑Raum. Die erste Ausgabe erreichte eine Auflage von 140.000. Entdecken Sie die Inhalte online: https://qs24.run/online
  • QS24 Sprechstunden: Interaktive Experten-Events mit Live-Fragerunden. Mehr unter: https://qs24.run/sprechstunden
  • QS24 App: Installieren Sie die App für laufende Informationen: https://www.qs24.tv/qs24-app/
  • Newsletter: Melden Sie sich an und bleiben Sie informiert: https://www.qs24.tv/newsletter/
  • wikiSana: Die Datenbank für ganzheitliche Medizin und Persönlichkeitsentwicklung mit KI-Unterstützung.

Über die QS24 Mediengruppe

Die QS24 Mediengruppe ist ein umfassendes Netzwerk für Gesundheit und Ganzheitsmedizin. Wichtige Fakten:

  • Tagesreichweite: bis zu 600.000 Zuschauer pro Tag über alle Kanäle.
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  • Mehr als 6.500 Videos zu Krankheiten, Therapien und Ganzheitsmedizin.
  • Über 700 Ärztinnen und Wissenschaftler sind als Expertinnen und Experten aktiv.
  • wikiSana: Eine einzigartige Streaming-Datenbank mit KI-Suche.

Wenn Sie fundierte, ganzheitliche Informationen suchen oder Expertenkontakte wünschen, sind diese Angebote wertvolle Brücken zwischen Schulmedizin und Ganzheitsmedizin.

Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Interesse an diesem wichtigen Thema. Bleiben Sie neugierig, bleiben Sie achtsam und treffen Sie Entscheidungen in Ruhe und mit klaren Informationen.

Mit herzlicher Wertschätzung,

Fabian Glogg



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