Veröffentlicht 27/01/2026 in Erfahrungsmedizin von Alexander Glogg

Permanent Mak-up für Krebspatientinnen: Schönheit, Würde und mentale Stärke


Permanent Mak-up für Krebspatientinnen: Schönheit, Würde und mentale Stärke

Regine Plochmann arbeitet seit über 30 Jahren als Kosmetikerin und seit mehr als 20 Jahren mit Permanent Make-up. In diesem Gespräch erklärt sie, warum Permanent Make‑up für Frauen mit Krebs oft mehr ist als Ästhetik: Es ist eine stille, kraftvolle Therapie, die die mentale Stabilität stärkt und die Brücke schlägt zwischen Schulmedizin und Ganzheitsmedizin. Sie spricht offen über ihre eigene Diagnose, ihre Arbeitsweise und wie medizinische und psychosoziale Aspekte zusammenwirken.

Inhaltsverzeichnis

Warum Permanent Make-up bei Krebs mehr ist als Kosmetik

Gesprächspartnerin im Studiointerview, Nahaufnahme mit Brille und Schal

Wie sind Sie dazu gekommen, speziell mit Krebspatientinnen zu arbeiten?

Meine eigene Geschichte hat den Ausschlag gegeben. Ich habe Brustkrebs erlebt und bin einen eigenen Weg gegangen. Ich habe zuerst innegehalten, mich reflektiert und viele Ursachen untersucht, statt sofort nur in Aktion zu verfallen. Das hat mir ein feines Gespür gegeben, wie es Betroffenen geht. Deshalb wollte ich nicht nur schminken, sondern Menschen in einer schweren Zeit begleiten.

Warum ist der Zeitpunkt vor der Chemotherapie so wichtig?

Optimalerweise besuchen die Frauen mich vor Beginn der Chemotherapie. So kann ich feinste Härchenzeichnungen für Augenbrauen anlegen oder das Permanent Make-up vorbereiten, solange noch Haare vorhanden sind. Wenn später Augenbrauen, Wimpern oder Haare ausfallen, sehen die Betroffenen beim Blick in den Spiegel nicht sofort ihre Krankheit. Dieser emotionale Unterschied ist enorm und stabilisiert den Alltag.

Fröhliche Patientin im Krankenhaushemd mit vorgezeichneten Operationsmarkierungen am Schlüsselbein

Konkrete Wirkung: Was Patientinnen berichten

Welche Rückmeldungen bekommen Sie von Ihren Kundinnen?

Viele sagen, sie fühlen sich mutiger, gehen wieder unter Menschen und können ihren Alltag trotz Therapie besser bewältigen. Angehörige reagieren oft positiv und fragen, wo die Frau zuletzt im Wellnesshotel war — statt die Krankheit zu sehen. Diese Rückmeldung stärkt das Selbstvertrauen und wirkt wie eine psychosoziale Therapie.

Portrait einer Frau mit kurzgeschorenem Kopf, deutlichem Permanent Make‑up an Augenbrauen und Lippen vor weißem Hintergrund

Ist das nur ästhetisch oder auch psychologisch bedeutsam?

Es ist beides. Permanent Make‑up lindert nicht die körperlichen Symptome, aber es verändert die Wahrnehmung. Die Patientin erlebt beim Blick in den Spiegel nicht mehr primär die Krankheit. Das bedeutet weniger Fremdscham, weniger zusätzliche Belastung für Angehörige und eine stabilere mentale Verfassung während der Therapie.

Materialien, Ausbildung und Sicherheit

Detailaufnahme der Interviewpartnerin beim Sprechen über Materialien und Farben

Welche Rolle spielt die Qualität der Farben?

Eine entscheidende. Nicht alle Pigmente sind gleich. Regine arbeitet mit mineralischen, hochreinen Farben eines Familienunternehmens aus Bayreuth. Die Reinheit der Farben ist gerade für geschwächte Patientinnen zentral. Die Auswahl der Materialien ist eine Brücke zwischen sicherer Praxis und verantwortungsbewusster Ganzheitsmedizin.

Können Kosmetikerinnen diese Nische erlernen?

Ja. Es gibt spezialisierte Ausbildungen, die Qualität und Ethik in den Mittelpunkt stellen. Wer genau arbeitet, Geduld und Leidenschaft für Präzision mitbringt, kann sich hier sinnvoll engagieren. Riso bietet fundierte Schulungen an, die nicht „durchrutschen“ lassen.

Praktische Fragen — Kontakt und Ablauf

Wie können Betroffene Sie erreichen und wie läuft ein Erstgespräch ab?

Kontaktaufnahme ist über die Website möglich: www.plochmann-kosmetik.de, per Telefon oder WhatsApp. Im Erstgespräch klärt Regine Fragen, erläutert Materialien und Ablauf und bietet einfühlsame Vorbereitung an. Treffen sind persönlich möglich, je nach Bedarf mit ausführlicher Nachbearbeitung.

Arbeiten Sie auch mit Männern?

Theoretisch ja, praktisch zeigen sich aktuell kaum Männer, die diese Leistung in Anspruch nehmen. Der Bedarf besteht aber grundsätzlich.

Berufliche Perspektiven — Sinnstiftung und Neuanfang

Was würden Sie Kosmetikerinnen raten, die über eine Spezialisierung nachdenken?

Gehen Sie in sich: Haben Sie Geduld, Liebe zum Detail und die Fähigkeit, Menschen in seelischen Ausnahmesituationen zu begegnen? Wenn ja, ist diese Nische sehr erfüllend. Sie leisten nicht nur Handwerk, sondern geben mentale Unterstützung und Hoffnung.

Volle Aufnahme des Studiointerviews mit beiden Teilnehmern an einem runden Tisch

Häufige Fragen (FAQ)

Wie sicher sind Permanent Make-up-Farben für Krebspatientinnen?

Die Sicherheit hängt von der Qualität ab. Mineralische, hochreine Farben sind empfehlenswert. Fragen Sie nach der Herkunft und Reinheit der Pigmente und wählen Sie erfahrene Pigmentiererinnen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für Permanent Make‑up bei geplanter Chemotherapie?

Vor Beginn der Chemotherapie, solange noch eigene Haare und Augenbrauen vorhanden sind. So entsteht ein stabilisierender Effekt, bevor Haarausfall einsetzt.

Übernimmt die Krankenkasse diese Behandlung?

Derzeit werden ästhetische Maßnahmen wie Permanent Make‑up meist nicht standardmäßig von Krankenkassen übernommen. Es lohnt sich, individuell nachzufragen und mögliche Unterstützungsangebote zu prüfen.

Wie finde ich eine geeignete Pigmentiererin?

Achten Sie auf Erfahrung mit onkologischen Patientinnen, saubere Materialien und seriöse Schulungen. Empfehlungen von behandelnden Ärzten, Selbsthilfegruppen oder vertrauenswürdigen Plattformen helfen bei der Auswahl.

Schulmedizin ↔ Ganzheitsmedizin: Ein Brückenangebot

Permanent Make‑up schließt die Lücke zwischen der rein medizinischen Behandlung und der psychosozialen Versorgung. Es ist kein Ersatz für Therapie, sondern eine ergänzende Maßnahme, die das Wohlbefinden stärkt und Alltagstauglichkeit wiederherstellt. Wer Gesundheit ganzheitlich denkt, erkennt den Wert solcher integrierten Angebote.

Weiterführende Angebote von QS24

QS24 verbindet Medien, Bildung und Community für ganzheitliche Gesundheit. Nutzen Sie diese Angebote für vertiefte Informationen und Vernetzung:

  • QS24 Gesundheitskompass: Die erste Ausgabe erreichte eine Auflage von 140.000 Exemplaren. Die zweite Ausgabe erscheint im Januar 2026 und erreicht über 1.000.000 Exemplare, davon rund 580.000 direkt im D‑A‑CH‑Raum verteilt.
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Abschließende Gedanken

Permanent Make‑up bei Krebserkrankungen ist ein stiller, aber mächtiger Hebel für Lebensqualität. Es ist ein Angebot, das Körper, Psyche und Alltag verbindet und Menschen Mut zurückgibt. Wer in einer solchen Situation professionelle, einfühlsame Unterstützung sucht, findet in spezialisierten Pigmentiererinnen nicht nur ein Handwerk, sondern echte Begleiterinnen.

Danke, dass Sie sich Zeit genommen haben, mehr über diese wichtige und bisher unterschätzte Form der Unterstützung zu erfahren. Melden Sie sich für die QS24 Sprechstunden an, abonnieren Sie den Newsletter und entdecken Sie die QS24 Academy. Ihre Gesundheit verdient Brücken, die beides verbinden: medizinische Kompetenz und menschliche Nähe.

Herzlichen Dank und alles Gute,

Alexander Glogg – im Geist von klarer, herzlicher und visionärer Gesundheitskommunikation



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Alexander Glogg

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