Fatigue ist mehr als Müdigkeit. In diesem Gespräch erläutert Dr. med. Reiner Treise Ursachen, Diagnostik und ganzheitliche Behandlungswege für chronische Erschöpfung. Die folgenden Fragen und Antworten fassen seine Erfahrungen zusammen und zeigen konkrete Schritte, die Ihnen helfen können. Dieses Interview verbindet fundierte Praxis mit visionärer Perspektive und verweist auf weiterführende Angebote wie QS24, wikiSana, QS24.tv, Sprechstunden.
Inhaltsverzeichnis
- Kurzportrait des Gastes
- Interview
- Praktische Hinweise
- FAQ
- Weiterführende Angebote und Engagement
- Über die QS24 Mediengruppe AG
- Dank und Abschluss
Kurzportrait des Gastes
Dr. med. Reiner Treise leitet das Sauerstoffzentrum Nordost bei Rostock. Er arbeitet ganzheitlich, kombiniert regenerative Ansätze, Elektromedizin und milde hyperbare/Sauerstofftherapien und behandelt Patienten mit komplexen Erschöpfungsbildern – inklusive schwerer Fälle, die in der Regel als austherapiert gelten.
Interview
Was versteht man unter Fatigue?
Fatigue bedeutet Erschöpfung. Sie reicht von einer leichten, alltagsstörenden Müdigkeit bis zu einem Zustand, in dem Betroffene nicht mehr aus dem Bett kommen. Typisch sind Verlust von Leistungsfähigkeit, erhöhte Schlafbedürftigkeit nach normaler Arbeit und ein Abfall früherer Hobbyleistung. Fatigue ist oft multifaktoriell: biologische, psychische und biochemische Ursachen wirken zusammen.
Können Spike-Proteine eine Rolle spielen?
Ja. Dr. Treise beobachtet bei vielen Patienten eine sogenannte Spike- oder Spikopathie, die mit mitochondrialen Störungen einhergeht. Diese Störung der Zellkraftwerke kann Fatigue auslösen. Deshalb ist es wichtig, mögliche Spike-Befälle zu testen und nicht nur Symptome zu behandeln.
Wie wird das diagnostiziert?
Die Basis ist eine sorgfältige Labordiagnostik und Funktionsanalyse. Im beschriebenen Ablauf werden Blutproben in ein spezialisiertes Labor geschickt, um das Vorhandensein und die Menge von Spike-Proteinen zu bestimmen. Ergänzend wird die metabolische und mitochondriale Funktion überprüft, um die Ursache der Erschöpfung individuell zu verstehen.
Welche Patientenbeispiele zeigen das Spektrum von Fatigue?
Die Bandbreite reicht vom schulpflichtigen Kind, das nach der Schule zwei Stunden schlafen muss, bis zur jungen Frau in Pflegegrad 5, die nicht mehr laufen kann. Es gibt auch mittlere Fälle: Menschen, die trotz Arbeit täglich stark erschöpft sind und früher übliche Aktivitäten nicht mehr leisten können. Treise beschreibt, wie manche Patienten nach gezielter Diagnose und Therapie wieder deutlich an Lebensqualität zurückgewonnen haben.
Welche Therapieansätze wenden Sie an?
Die Strategie ist ganzheitlich und individuell. Kernbausteine sind:
- Kältereiz-Therapie an den Händen zur Aktivierung des Hypothalamus und des Immunsystems.
- Milde hyperbare bzw. hochdosierte Sauerstofftherapie in speziellen Kammern zur Verbesserung des Zellstoffwechsels und zur Steigerung der Erythrozytenbildung.
- Elektromedizinische Verfahren gegen Spike-Proteine, etwa mit resonanzbasierten Plasmageräten.
- Wasserplasma-Geräte, die ein Elektronengemisch bereitstellen und oxidativen Stress reduzieren.
- Pharmakologische und ernährungsmedizinische Maßnahmen zur Unterstützung der Mitochondrien.
Wie funktioniert die Hände-Kälte-Therapie genau?
Patienten legen die Handflächen in eine gekühlte Platte (ca. 4 Grad) im Wechsel: zwei Minuten rein, zwei Minuten raus, fünf Wiederholungen. Durch den Kältereiz wird der Hypothalamus aktiviert, der Körper zentralisiert die Blutzirkulation und schaltet das Immunsystem an. Bei vielen Patienten führt das zu schneller Schmerzlinderung und besserer Immunantwort.
Was geschieht in der Sauerstoffkammer?
In der milden Sauerstofftherapie atmen die Patienten hochkonzentrierten Sauerstoff (bis zu 95 Prozent) in einer Druckkammer, typischerweise 5 bis 7 bar-Äquivalent (vergleichbar 5 Meter Wassertiefe). Die Sitzungen dauern zirka 90 Minuten. Durch regelmäßige kurzzeitige Abnahme der Sauerstoffmaske werden gezielt Hyperoxie- und Hypoxiesignale gesetzt. Das regt die Produktion von Erythrozyten an und verbessert die zelluläre Sauerstoffversorgung.
Was ist das Wasserplasma-Gerät und welchen Effekt hat es?
Das Wasserplasma-Gerät nutzt Elektrolyse, um Wasserstoff und Sauerstoff zu trennen und wieder zusammenzuführen. Dadurch entsteht ein Luft-Elektronengemisch mit vielen negativen Elektronen, die freie Radikale neutralisieren. Das Ziel ist, das Milieu im Körper zu basifizieren, Entzündungen zu reduzieren und so die Regeneration zu unterstützen. In Kombination mit Sauerstofftherapien kann dies das Erschöpfungsniveau nachhaltig senken.
Wie lange dauert eine Therapie und was können Sie realistisch erwarten?
Das ist individuell. Leichtere Fälle können nach 14 Tagen Klinikaufenthalt deutliche Verbesserungen zeigen. Schwere Fälle benötigen mehrere Durchläufe über Monate. Bei Patientinnen und Patienten mit Pflegestufen sind Fortschritte oft langsam, aber möglich: Wiederaufstehen, selbständiges Essen oder kurze Spaziergänge sind realistische Ziele, wenn die Ursachen behandelt werden.
Welche Alltagsmaßnahmen unterstützen die Therapie?
Bewegung in angepasstem Maß, achtsame Regeneration, Schlafoptimierung und Stressreduktion sind wesentlich. Ebenso wichtig ist eine klare Ursachenorientierung: Ohne Analyse der metabolischen und immunologischen Hintergründe bleiben viele Behandlungen symptomatisch.
Praktische Hinweise
- Wenn Sie anhaltende Erschöpfung spüren: Suchen Sie eine differenzierte Diagnostik, die Stoffwechsel, Mitochondrienfunktion und mögliche Spike-Proteine berücksichtigt.
- Bei Verdacht auf Spikopathie: Erwägen Sie spezialisierte Labortests und ein Gespräch mit ganzheitlich arbeitenden Zentren.
- Erwarten Sie kein Wundermittel: Langsamkeit und Kontinuität zeichnen erfolgreiche Rehabilitationswege aus.
FAQ
Wie sicher sind die Tests auf Spike-Proteine?
Spezialisierte Labore bieten derzeit qualitative und quantitative Bestimmungen an. Die Tests liefern eine Basis für eine individualisierte Therapie, sollten aber immer in ein umfassendes klinisches Bild eingebettet werden.
Ist Sauerstofftherapie dasselbe wie hyperbare Therapie?
Nicht genau. Es gibt unterschiedliche Druckniveaus und Modifikationen. Milde Druckkammern (5–7 bar-Äquivalent) zielen auf Regeneration ohne starke Immunsuppression. Klassische hyperbare Kammern arbeiten mit höheren Drücken; die Indikationen und Effekte unterscheiden sich.
Wie schnell sehe ich eine Besserung?
Bei leichten Fällen oft innerhalb von Wochen. Schwere Fälle benötigen mehrere Durchläufe über Monate. Geduld und ein individuell abgestimmter Therapieplan sind entscheidend.
Weiterführende Angebote und Engagement
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Dank und Abschluss
Herzlichen Dank für Ihr Interesse an diesem Thema. Fatigue ist komplex, aber nicht hoffnungslos. Wenn Sie eine konkrete Problemlage haben, lassen Sie sich differenziert untersuchen und wählen Sie Wege, die Ursachen verstehen und nachhaltig behandeln. Wir wünschen Ihnen Mut, Klarheit und Kraft für den Weg zurück in mehr Energie.
In Dankbarkeit, Ihre QS24-Redaktion

