Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Interview
- Konkrete Tipps und Alltagsempfehlungen
- Worauf Sie achten sollten
- FAQ
- Weiterführende Angebote von QS24
- Neuigkeiten: Gesundheitskompass & QS24 Fakten
- Abschließende Gedanken und Einladung
Einleitung
Immer mehr Menschen klagen über Unsicherheit im Denken, Konzentrationsprobleme und diesen diffus beschreibbaren Gehirnnebel. Bea Losli erklärt, wie Brain Fog entsteht, welche Rolle Hormone, Darm und Leber spielen und wie Sie Ihre Selbstregulation stärken können. Dieser Beitrag ist eingebettet in das Angebot von QS24, wikiSana und QS24.tv und verweist auf interaktive Angebote wie die QS24 Sprechstunden.
Interview
Moderatorin: Was verstehen Sie unter Brain Fog und wie erlebt man diese Symptomatik?
Bea Losli beschreibt Brain Fog als ein diffuses Nicht-Klar-Sein: die Konzentration leidet, Entscheidungen fallen schwer, Tätigkeiten werden fragmentiert und man fühlt sich wie „gebremst“. Sie betont, dass dieses Phänomen nicht neu ist, aber in den letzten Jahren vermehrt Aufmerksamkeit erhielt. Ihr Blick ist ganzheitlich: Stress, Lebensumstände und hormonelle Veränderungen wirken zusammen und können diesen Nebel auslösen.
Moderatorin: Welche Ursachen stehen Ihrer Erfahrung nach besonders im Vordergrund?

Losli nennt drei zentrale Einflussbereiche: Stress (chronische Aktivierung der Nebenniere), Darmgesundheit und das Hormonsystem. Sie weist darauf hin, dass ein entzündeter Darm, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder ein Leaky Gut das Immunsystem und damit die Hormone beeinflussen können. In der Folge sinkt die Zellregeneration, und das spiegelt sich oft in kognitiven Problemen wider. Die Verbindung Darm ↔ Leber ↔ Gehirn ist für sie zentral.
Moderatorin: Welche Rolle spielt die Pille und die sogenannte «Eisprungkrise»?

Bea Losli erklärt, dass hormonelle Verhütungsmittel den Eisprung unterdrücken. Ohne Eisprung fehlt körpereigenes Progesteron, das sie als wichtiges Wohlfühl- und stimmungsstabilisierendes Hormon bezeichnet. Frauen, die lange verhütet haben, erleben beim Absetzen häufig einen hormonellen „Leerlauf“, der sich in Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder Brain Fog zeigen kann. Losli spricht davon, dass die Generation, die früh und lange mit hormonellen Mitteln verhütet hat, eine «Eisprungkrise» erleben kann.
Moderatorin: Wie unterscheiden Sie Brain Fog von Depression oder Burnout?

Losli betont, dass die Grenzen fließend sind. Brain Fog kann ein frühes, unspezifisches Signal sein, das bei Ignorieren in schwerere Zustände wie Depression oder Burnout übergeht. Deshalb ist eine frühzeitige und ganzheitliche Abklärung wichtig: Lebensstil, Darmgesundheit, Leberfunktion und Hormonstatus sollten betrachtet werden, bevor nur einzelne Symptome behandelt werden.
Moderatorin: Welche praktischen Schritte empfehlen Sie, um wieder mehr geistige Klarheit zu erreichen?

Losli rät, den Körper wie ein Fahrzeug in die Werkstatt zu bringen: Basis sanieren, bevor punktuelle Reparaturen erfolgen. Konkret empfiehlt sie:
- Darm prüfen – Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z. B. IgG4-Test) und Entzündungen erkennen.
- Leber unterstützen – einfache Maßnahmen wie Lebergallentropfen und Säure-Basen-Check können helfen.
- Stressmanagement – Strategien zur Reduktion dauerhafter Belastung und zur Stärkung der Selbstregulation.
- Hormonstatus analysieren – Hormonspeichertests geben einen Überblick über Testosteron, DHEA und andere Werte.
- Zyklustracking – Basaltemperatur messen, um Eisprünge zu erkennen und so hormonelle Muster zu verstehen.
Moderatorin: Wie unterstützen Sie Frauen nach dem Absetzen der Pille?

Losli setzt auf Selbstregulation und natürliche Hilfen zur Unterstützung des hormonellen Gleichgewichts. Sie beschreibt Produkte zur sanften Anregung des subtilen Hormonsystems und empfiehlt, zuerst das Fundament zu sanieren (Darm, Leber, Stoffwechsel). Wenn nach gezielter Basisarbeit noch Dysbalancen bestehen, empfiehlt sie gezielte Hormontests und eine fachkundige Begleitung für mögliche bioidentische Hormontherapien.
Moderatorin: Welche Bedeutung haben Wechseljahre für Brain Fog?

Die Wechseljahre verändern die Zyklusdynamik: Eisprünge werden seltener, Progesteron kann niedriger werden. Losli erklärt, dass Periodenblutungen nicht automatisch einen Eisprung bedeuten. Ein fehlender Eisprung und damit niedriger Progesteronspiegel können Symptome wie starkes PMS, Müdigkeit und geistige Trübung verstärken. Frühe Vorbeugung ab 40, kombiniert mit Zyklustracking, kann helfen, die Entwicklung zu begleiten und gezielt gegenzusteuern.
Konkrete Tipps und Alltagsempfehlungen
Für Ihre Praxis empfiehlt Bea Losli folgende Schritte:
- Starten Sie mit einer gründlichen Basisuntersuchung: Darm, Leber, Stoffwechsel.
- Führen Sie Zyklustracking durch (Basaltemperatur), um Eisprünge zu erkennen.
- Reduzieren Sie chronischen Stress durch konkrete Routinen und Selbstregulation.
- Prüfen Sie mögliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten (IgG4).
- Wenn nötig, lassen Sie einen Hormonspeichertest erstellen und suchen Sie eine qualifizierte Fachperson für bioidentische Hormontherapie.

Worauf Sie achten sollten
Bea Losli mahnt, nicht einseitig zu handeln. Eine alleinige Hormonsubstitution ohne gleichzeitige Optimierung von Darm und Leber kann nur begrenzt wirken. Die Brücke Schulmedizin ↔ Ganzheitsmedizin sollte sinnvoll genutzt werden: Ursachen erkennen, Wirkungen gezielt unterstützen.
FAQ
Wie erkenne ich, ob mein Brain Fog hormonell bedingt ist?
Aussagekräftig sind Zyklustracking (Basaltemperatur), Hormonspeichertests und eine umfassende Betrachtung von Darm- und Leberwerten. Wenn Progesteron besonders niedrig ist oder Eisprünge ausbleiben, kann das eine hormonelle Ursache sein.
Hilft Absetzen der Pille immer gegen Brain Fog?
Nicht automatisch. Viele Frauen berichten zwar von einer Aufhellung, andere erleben nach dem Absetzen hormonelle Leere. Begleitung durch Selbstregulation, Darmaufbau und gegebenenfalls Tests ist wichtig.
Welche Rolle spielt die Leber konkret?
Die Leber beeinflusst Stoffwechsel und Energie. Losli plädiert für einfache Unterstützung wie Lebergallentropfen und regelmäßige Kontrolle des Säure-Basen-Haushalts, weil eine belastete Leber Müdigkeit und kognitive Eintrübung verstärken kann.
Wann sind bioidentische Hormone sinnvoll?
Bevor Sie langfristig substituieren, empfiehlt Losli, das Fundament zu sanieren. Wenn nach Basismaßnahmen weiterhin schwere Symptome bestehen, sollte ein Hormonspeichertest und eine fachkundige, ganzheitliche Betreuung in Erwägung gezogen werden.
Weiterführende Angebote von QS24
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Neuigkeiten: Gesundheitskompass & QS24 Fakten
Die erste Ausgabe des QS24 Gesundheitskompasses erreichte bereits eine Verteilauflage von 140.000 Exemplaren. Die zweite Ausgabe unseres QS24 Gesundheitskompasses erscheint im Januar 2026 und markiert einen neuen Meilenstein: Mit einer beeindruckenden Auflage von über 1.000.000 Exemplaren, davon rund 580.000 Stück, die direkt im D-A-CH-Raum verteilt werden, erreicht QS24 eine breite Leserschaft, die an Prävention und Ganzheitsmedizin interessiert ist.
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Abschließende Gedanken und Einladung
Bea Losli ruft dazu auf, den Körper als Ganzes zu betrachten: sanieren Sie das Fundament, prüfen Sie Darm, Leber und Hormonspeicher und nutzen Sie fachliche Tests, bevor Sie einseitig intervenieren. Wenn Sie Unterstützung suchen, bieten die QS24 Sprechstunden eine direkte Möglichkeit zum Austausch mit Expertinnen und Experten.
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