Inhaltsverzeichnis
- Ein kurzer Einstieg: Hoffnung an der Schnittstelle von Zahnmedizin und Ganzheit
- Das Interview (Fragen und Antworten)
- Wichtige Erkenntnisse auf einen Blick
- FAQ
- Wie Sie weiter vorgehen können
- Ressourcen, Angebote und Einladung
- Abschließende Gedanken
Ein kurzer Einstieg: Hoffnung an der Schnittstelle von Zahnmedizin und Ganzheit
Trigeminus-Neuralgie ist für viele Betroffene «die Hölle auf Erden» — blitzartige, lähmende Schmerzen, die das Leben zerstören können. In diesem Gespräch erklärt Alexander Glogg, wie ein Blick über den Tellerrand der Schulmedizin hin zur Ganzheitsmedizin in einem konkreten Fall zu einer Lebenswende geführt hat. Die Schlüsselworte bleiben dabei: Ursachen statt nur Symptome, Präzision statt Verzicht — und die Verbindung von Evidenz mit biologischer Zahnmedizin. Dieses Interview finden Sie auch im Angebot von QS24.
Das Interview (Fragen und Antworten)
Alexander Glogg: Herr Spalinger, Sie lebten viele Jahre mit Trigeminus-Neuralgie. Wie beginnt so ein Leidensweg?
Kurt Spalinger: Es begann schleichend. Erst ein Kribbeln im Kiefer, dann unregelmäßige Attacken — und schließlich Symptome, die den ganzen Körper lähmten. Diese Schläge dauern zwar nur Sekunden, sie sind aber so heftig, dass man apathisch sitzen bleibt und auf den nächsten Schlag wartet. Ich war an einem Punkt, da gab es kaum noch Lebensqualität.

Alexander Glogg: Welche Behandlungsmöglichkeiten wurden Ihnen zunächst vorgeschlagen?
Kurt Spalinger: Zunächst empfahl ein Neurologe Medikamente aus dem Epilepsie-Spektrum wie Lyrica oder Tegretol. Sie lindern Schmerzen, haben aber starke Nebenwirkungen. Man ist dadurch wie weggedreht, nicht fahrtauglich, arbeitsunfähig. Viele andere Therapien von Hypnose bis esoterischen Ansätzen brachten bei mir nichts.
Alexander Glogg: Herr Dr. Kneer, Sie haben Herrn Spalinger untersucht. Was war Ihr erster Eindruck?
Dr. Moritz Kneer: Wir arbeiten in der Swiss Biohealth Clinic biologisch und evidenzbasiert. Nach Blutwerten und Anamnese folgte ein 3D-Röntgenbild. Während der Untersuchung erlitt Herr Spalinger eine Schmerzattacke — ein Zeichen, dass der Leidensdruck hoch war. Wir konnten ihm zunächst eine Infusion zur akuten Schmerzlinderung geben, aber das war nur symptomatisch.

Alexander Glogg: Sie sprachen von einem neuraltherapeutischen Test mit Procain. Was zeigt ein solcher Test?
Dr. Moritz Kneer: Procain wirkt lokal und signalisiert dem Nervensystem kurzfristig: «Entzündung ist weg.» Bei Herrn Spalinger führte diese Injektion am Zahn 3.6 zu einer sofortigen, wenn auch temporären, Schmerzfreiheit — ein klares diagnostisches Zeichen, dass ein oraler Störfaktor den Trigeminus beeinflusste.
Alexander Glogg: Wie sieht eine ursächliche Therapie in solchen Fällen konkret aus?
Dr. Moritz Kneer: Nach Diagnostik (3D-Röntgen, Cavitat-Scan, Labor) prüfen wir, ob Wurzelbehandlungen, NICO-Herde oder Fremdmaterialien in Relation zum Nerv stehen. Wenn ein Zahn klar mit Beschwerden korreliert, kann die konsequente Behandlung bedeuten: Zahn extrahieren, eventuelle pathologische Kavitäten entfernen und sofort ein biokompatibles Implantat setzen. Wichtig ist: nicht nur der Zahn, sondern der ganze Mensch steht im Fokus — Herz-Kreislauf, Energiehaushalt und das zentrale Nervensystem.
Alexander Glogg: Herr Spalinger, wie haben Sie die Operation erlebt?
Kurt Spalinger: Wir entschieden uns für eine Vollnarkose. Neun Stunden Operation — fünf wurzelbehandelte Zähne entfernt, vier Weisheitszähne und mehrere NICO-Herde ausgeschabt. Danach wachte ich ohne die gewohnten Schmerzen auf. Bereits unmittelbar nach dem Eingriff spürte ich eine 70-prozentige Erleichterung. Nachfolgende Behandlungen rundeten das Ergebnis ab — heute, vier Jahre später, bin ich schmerzfrei.
Alexander Glogg: Dr. Kneer, wie häufig sind solche Störfelder im Kiefer und wie diagnostizieren Sie sie?
Dr. Moritz Kneer: Häufige Ursachen sind unvollständige oder überpresste Wurzelfüllungen und sogenannte Nikos (fettig-nekrotische Areale nach Extraktion). Diagnostika sind 3D-Röntgen, transalveoläre Ultraschallmessung (Cavita-Gerät), lokale histologische Proben und gezielte laboratory diagnostics wie RANTES-Marker in lokalen Proben. Erfahrung beim Auswerten dieser Befunde ist entscheidend.
Alexander Glogg: Gibt es solide Wissenschaft für die Zahn ↔ Trigeminus-Verbindung?
Dr. Moritz Kneer: Für explizite, großangelegte randomisierte Studien fehlt die Datenlage bisher. Es existieren jedoch zahlreiche Fallstudien (Case Studies), die Muster und wiederholbare Befunde zeigen. Die Herausforderung liegt oft in Finanzierung und im Setup für größere prospektive Studien.
Alexander Glogg: Und wie sehen Kosten und Zugänglichkeit aus?
Dr. Moritz Kneer: Unsere Klinik arbeitet als Privatklinik, weil wir Patienten weltweit behandeln. Die reine Implantatversorgung muss nicht teurer sein als anderswo. Zusatzkosten entstehen oft durch umfassende Vor‑ und Nachbehandlung, medizinische Infusionen und interdisziplinäre Begleitung. Wir kommunizieren transparent die Kosten und geben vorab einen Kostenvoranschlag mit Garantien.
Wichtige Erkenntnisse auf einen Blick
- Trigeminus-Neuralgie kann durch orale Störfelder wie NICO‑Herde oder problematische Wurzelfüllungen ausgelöst oder verschlimmert werden.
- Diagnostik braucht 3D-Zahnröntgen, Cavita-Scans und bei Bedarf histologische Proben; Erfahrung ist entscheidend.
- Behandlung kann in ausgewählten Fällen das Entfernen betroffener Zähne und Kavitäten plus sofortiger Implantation umfassen.
- Ziel ist Ursachenbehandlung statt reine Symptomkontrolle — Schulmedizin ↔ Ganzheitsmedizin als Brücke, nicht als Gegensatz.
FAQ
Wie schnell kann eine Verbesserung nach Entfernung eines Störfeldes eintreten?
Manche Patienten berichten sofortige, deutliche Erleichterung (wie bei Herrn Spalinger: bis zu 70 Prozent direkt nach Eingriff). Andere benötigen Wochen bis Monate, bis sich das Nervensystem neu reguliert.
Ist diese Therapie wissenschaftlich anerkannt?
Es gibt zahlreiche Fallstudien und Erfahrungsberichte, die Zusammenhänge nahelegen. Groß angelegte randomisierte Studien sind derzeit selten, oft wegen finanzieller und organisatorischer Hürden.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
In vielen Fällen nicht. Deshalb ist die Transparenz in der Kostenplanung wichtig. Patienten berichten jedoch, dass sie bereit waren, große Summen zu investieren, weil sie Lebensqualität maßgeblich zurückgewannen.
Woran erkennen Sie, ob eine Operation notwendig ist?
Entscheidende Kriterien sind: Korrelierende Symptome, verdächtige Bildgebung (3D‑Röntgen, Cavita), positive lokale Tests (z. B. Procain-Injektion) und genereller Leidensdruck des Patienten.
Wie Sie weiter vorgehen können
Wenn Sie oder eine vertraute Person an unerklärlichen Gesichtsschmerzen leiden: Holen Sie eine zweite Meinung ein, fragen Sie nach 3D-Diagnostik und nach einer umfassenden biologischen Betrachtung des Kauorgans. Eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Zahnmedizin, Neurologie und ganzheitlicher Medizin erhöht die Chancen, echte Ursachen zu erkennen.
Ressourcen, Angebote und Einladung
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- QS24 Gesundheitskompass: Ausgabe 1 erreichte eine Auflage von 140.000 Exemplaren. Die zweite Ausgabe markiert einen Meilenstein mit über 1.000.000 Exemplaren, davon rund 580.000 im D-A-CH-Raum verteilt.
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Abschließende Gedanken
Fälle wie der von Kurt Spalinger zeigen: Wenn Schulmedizin und Ganzheitsmedizin sinnvoll vernetzt werden, lassen sich oft Wege finden, die zuvor unsichtbar schienen. Das verlangt Mut, fundierte Diagnostik und die Bereitschaft, Ursache vor Symptom zu stellen. Möge diese Geschichte Ihnen Mut machen, weiterzufragen und – wo sinnvoll – neue Brücken zu bauen.
Mit großer Wertschätzung und in Dankbarkeit,
Alexander Glogg
QS24 – Ihr Schweizer Gesundheitsfernsehen

