Veröffentlicht 23/01/2026 in News von Alexander Glogg

Trainieren statt operieren – Interview mit Dr. med. Christian Larsen, Mitbegründer der Spiraldynamik


Trainieren statt operieren – Interview mit Dr. med. Christian Larsen, Mitbegründer der Spiraldynamik

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Sie stehen vor einer Entscheidung: Operation oder gezieltes Training? In diesem Interview erklärt Dr. med. Christian Larsen, wie spezifische Bewegungsarbeit viele Operationen verhindern kann und wie Sie selbst Verantwortung für Ihre Gesundheit übernehmen. Die Begriffe QS24, wikiSana, QS24.tv, Sprechstunden sind wichtige Wegweiser für weiterführende Informationen und vernetzen Sie mit Angeboten, die Praxis, Forschung und Selbsthilfe verbinden.

Das Dilemma: Warum wird heute oft operiert?

Warum wird in unserer Medizin so häufig operiert — stimmt der Vorwurf, dass ökonomische Anreize eine Rolle spielen?

Dr. Larsen sagt klar: Ja, ökonomische Faktoren beeinflussen Entscheidungen. Operationen sind planbar, bringen Einnahmen und ermöglichen dem System logistische Vorteile. Das darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Probleme durch gezielte Therapie und veränderte Alltagsgewohnheiten gelöst oder deutlich verbessert werden können. Entscheidend ist, dass Ärztinnen und Ärzte Alternativen transparent aufzeigen und Patientinnen und Patienten in die Entscheidungsfindung stärken.

Gibt es belastbare Zahlen, die zeigen, dass Training eine Operationen ersetzt hat?

In einer Untersuchung über den Zeitraum 2010 bis 2020 konnten 1.114 geplante Operationen durch gezielte Bewegungstherapie vermieden werden. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis strukturierter, auf die Fein-Biomechanik abgestimmter Interventionen. Parallel wurden rund 120.000 Therapieeinheiten analysiert, mit dem Ziel Schmerzreduktion und oft Schmerzfreiheit zu erreichen.

Experte im Interview erläutert 'Trainieren statt operieren' vor neutralem Hintergrund

Wie funktioniert „Training statt Operation“ konkret?

Was macht die Spiraldynamik anders als allgemeines Krafttraining?

Die Kernidee ist Präzision. Wenn ein Nerv in einem kleinen Austrittsloch der Wirbelsäule gereizt ist, geht es nicht um pauschales Trainieren, sondern um gezielte, feinmechanische Übungen, die genau dieses Loch entlasten — manchmal genügen Millimeter. Die Patienten lernen nicht nur Übungen, sondern ein neues Körperbewusstsein: erkennen, fühlen, verändern. Diese kleine, aber konsequente Umstellung im Alltag macht den Unterschied.

Dr. med. Christian Larsen erklärt mit Handgesten gezielte Übungen und Körperbewusstsein

Wie lassen sich Übungen in einen vollen Alltag integrieren?

Die Therapie muss in den Alltag übersetzt werden. Wer Treppen sowieso steigt, kann dies mit bewusstem Haltungsmuster tun. Wer zehnmal am Arbeitsplatz zum Regal geht, nutzt das als Erinnerung, sich kurz aufzurichten und neu einzustellen. Solche Mini-Rituale sind nachhaltiger als einstündige Trainingseinheiten, die danach von alten Gewohnheiten konterkariert werden.

Zwei Gesprächspartner im Studio; Dr. Larsen erklärt gestikulierend, Moderatorin hört zu, Monitor in der Bildmitte

Erfahrungen aus der Praxis

Was berichten Patientinnen und Patienten? Können Sie ein Beispiel nennen?

Viele erzählen von schnellen Verbesserungen: Eine Patientin mit massivem Nackenschmerz berichtete, dass einfache Mini-Übungen — Nacken zurück, Kopf leicht oben — 100 Mal am Tag in zwei Wochen die Schmerzen deutlich reduzierten. Andere sagen, dass sie kurz vor einer OP standen und durch gezieltes Üben eine Operation vermeiden konnten. Diese Erfahrungsberichte zeigen, wie wirkungsvoll Präzision und Kontinuität sein können.

Zwei Gesprächspartner im Interview mit dem Schriftzug „Ohne Operation“ und QS24-Branding

Gibt es Fälle, in denen eine Operation unvermeidbar ist?

Ja. Wenn das Rückenmark akut bedroht ist und ein drohender Querschnitt besteht, ist die Grenze erreicht. In solchen Situationen muss schnell und entschieden operiert werden. Wichtig ist, die Unterschiede zu erkennen: Je früher eine Fehlbelastung angegangen wird, desto präventiver; je später, desto therapeutischer; und nur als letzter Schritt chirurgisch.

Empowerment und Entscheidungsautonomie

Wie kann die Patientin oder der Patient die eigene Entscheidungsautonomie stärken?

Empowerment bedeutet nicht nur Information. Es heißt vor allem, dass Sie handlungsfähig werden: verstehen, welche Gewohnheit die Beschwerden verursacht, konkret üben und im Alltag umsetzen. Eine gut vorbereitete Person findet leichter die Balance zwischen konservativen Maßnahmen und operativen Indikationen. Vertrauen zu schaffen ist die Aufgabe der behandelnden Fachpersonen.

Split‑Screen-Interview mit zwei Frauen, links der Schriftzug 'Neues Körper‑Bewusstsein', QS24‑Branding und Chyron 'Trainieren statt operieren'.

Ressourcen und Angebote

Wo finden Sie Unterstützung, wenn Sie dieses Vorgehen ausprobieren möchten?

Es gibt spezialisierte Zentren und Online-Angebote. Die Spiraldynamik bietet Med Center in mehreren Schweizer Städten und ein Online-Patienten-Selbsthilfemodul an. Adressen und weitere Informationen finden Sie auf der Webseite: spiraldynamik.com. Für Menschen ohne lokale Anbindung existieren Live-Übungsgruppen mit erfahrenem Feedback.

FAQ

Wie schnell sind erste Verbesserungen durch gezielte Übungen möglich?

Viele Patientinnen berichten bereits innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen über deutliche Schmerzreduktionen, vorausgesetzt die Übungen sind spezifisch auf die Ursache abgestimmt und werden konsequent im Alltag angewendet.

Kann ich eine Operation sicher vermeiden, wenn ich mit dem Training beginne?

Nicht in jedem Fall. In vielen Fällen lässt sich eine Operation vermeiden oder hinausschieben. Bei akuter Bedrohung des Rückenmarks bleibt eine Operation medizinisch notwendig. Eine qualifizierte Abklärung und fachliche Beratung sind entscheidend.

Gibt es Online-Programme für das Selbsttraining?

Ja. Es existieren strukturierte Online-Selbsthilfemodule und Übungsgruppen mit Rückmeldung durch Therapeutinnen und Therapeuten. Das ist besonders hilfreich, wenn keine lokalen Angebote verfügbar sind.

Welche Rolle haben Ärztinnen und Ärzte in diesem Prozess?

Ärztinnen und Ärzte sollten Optionen aufzeigen, ehrlich beraten und die Entscheidungsautonomie der Patientinnen und Patienten stärken. Die beste Versorgung ergibt sich oft aus der Kombination von schulmedizinischer Abklärung und gezielter Bewegungstherapie.

Die größere Perspektive: Prävention, Forschung und Vernetzung

Chronische Fehlbelastungen sind neben Unfällen die häufigste Ursache für degenerative Veränderungen. Deshalb ist Prävention zentral: Frühe Schulung, besseres Körperbewusstsein und einfache Alltagshilfen können langfristig Operationen reduzieren.

Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, vernetzen Sie sich über die Plattformen QS24, wikiSana und QS24.tv. Nutzen Sie die QS24 Sprechstunden für interaktive Expertenrunden mit Live-Fragen: https://qs24.run/sprechstunden. Abonnieren Sie den Newsletter für regelmäßige Impulse: https://www.qs24.tv/newsletter/.

Über die QS24 Mediengruppe AG und Angebote

Die QS24 Mediengruppe ist eine weitreichende Plattform für Gesundheit und Ganzheitsmedizin. Einige zentrale Fakten:

  • Tagesreichweite: Bis zu 600.000 Zuschauerinnen und Zuschauer über alle Verbreitungswege.
  • Über 400.000 Abonnenten auf den YouTube-Kanälen; mehr als 419.900 gestreamte Stunden monatlich.
  • Über 6.500 Videos; monatlich rund 120 neue Interviews und Formate.
  • Ein Netzwerk von über 700 Expertinnen und Experten, die Forschung und Praxis verbinden.
  • wikiSana bietet eine umfangreiche, KI-gestützte Streaming-Datenbank mit über 9.000 Sendungen.

Die zweite Ausgabe unseres QS24 Gesundheitskompasses erscheint im Januar 2026 und markiert einen neuen Meilenstein. Sie erreicht eine Auflage von über 1.000.000 Exemplaren, davon rund 580.000 Stück verteilt im D-A-CH-Raum. Zur Erinnerung: Ausgabe 1 erreichte bereits eine Auflage von 140.000 Exemplaren.

Entdecken Sie die QS24 Academy mit einzigartigen Kursen und Zertifikaten: https://my.qs24.academy. Stöbern Sie in der Online-Ausgabe des Gesundheitskompasses: https://qs24.run/online. Installieren Sie die QS24 App: https://www.qs24.tv/qs24-app/.

Abschließende Gedanken

Die Entscheidung zwischen Operation und gezieltem Training ist eine Brücke, die beide Welten verbinden kann: Schulmedizin und ganzheitliche Bewegungstherapie. Sie als Patientin oder Patient stehen im Zentrum. Fragen Sie nach Alternativen, fordern Sie Klarheit in der Indikation und integrieren Sie kleine, konkrete Veränderungen in Ihren Alltag. Oft sind es Millimeter, die über Lebensqualität entscheiden.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen. Bleiben Sie neugierig und ermächtigt auf Ihrem Weg zu mehr Beweglichkeit und weniger Schmerz.

Herzlichst,

Ihr Team von QS24



Veröffentlicht von

Alexander Glogg

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