Veröffentlicht 06/03/2026 in Naturmedizin von Alexander Glogg

Schützen Sie Ihr Herz, bevor es zu spät ist – Interview mit Dr. Markus Stark


Schützen Sie Ihr Herz, bevor es zu spät ist – Interview mit Dr. Markus Stark

Inhaltsverzeichnis

Einführung

Dr. Markus Stark erklärt auf klare, ganzheitliche Weise, warum viele Menschen erst spät merken, dass ihr Herz krank ist. Er betont: Genetik spielt nur eine kleine Rolle; Epigenetik und Lebensstil sind entscheidend. In diesem Gespräch stehen Entzündung, Fettleber, Mikronährstoffe und praktische Maßnahmen im Mittelpunkt. Dieser Text nutzt Erkenntnisse aus der Ganzheitsmedizin und baut Brücken zwischen Schulmedizin und Prävention. Die Plattformen QS24, wikiSana, QS24.tv, Sprechstunden sind zentral für weiterführende Ressourcen.

Interview

Britta Berthold: Dr. Stark, wie entsteht eine koronale Herzkrankheit — ist das vor allem Genetik?

Dr. Markus Stark antwortet: Nur etwa fünf Prozent der Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen sind genetisch bedingt. Das bedeutet, Ihr Lebensstil — Essen, Bewegung, Stress, Schlaf — hat den weitaus größeren Einfluss. Er nennt die Epigenetik als Schlüssel: Wie Sie leben, beeinflusst, wie Gene sich verhalten. Arteriosklerose ist häufig ein schleichender Prozess, der oft ohne spürbare Symptome beginnt.

Weite Aufnahme eines Interviews im Studio mit Moderatorin und Gast, Tisch mit Gläsern in der Mitte

Britta Berthold: Viele richten ihren Blick auf Cholesterin. Ist Cholesterin wirklich der Hauptschurke?

Dr. Stark differenziert: Cholesterin ist lebensnotwendig. Ein pauschaler Referenzwert für alle Altersgruppen ist fragwürdig. Statistiken zeigen, dass rund 50 Prozent der Herzinfarkte bei Menschen mit normalen Cholesterinwerten auftreten. Wichtiger als der Gesamtcholesterinwert ist der Kontext: Entzündungsmarker, Triglyceride, Harnsäure, und vor allem die Partikelgröße des LDL. Kleine dichte LDL‑Partikel bleiben eher in entzündeten Gefäßwänden hängen und fördern Arteriosklerose.

Experte zeigt mit den Fingern die Größe von LDL‑Partikeln

Britta Berthold: Was ist diese stille Entzündung und warum ist sie so gefährlich?

Dr. Stark: Die sogenannte Silent Inflammation ist eine chronische Mikroentzündung der Gefäßwände. Ein High‑Sensitive‑CRP über etwa 0,7 ist ein Warnsignal. Diese Entzündung macht das Endothel rau, lockt Immunzellen an und erlaubt kleinen LDL‑Partikeln, in die Gefäßwand einzudringen. Dort entsteht eine Kaskade: Makrophagen fressen Lipide, werden zu Schaumzellen und sterben — es folgen Verkalkung und Gefäßverengung. Der Schlüssel ist also: Entzündung stoppen, nicht nur Cholesterin senken.

Dr. Markus Stark gestikuliert erklärend, Moderatorin hört aufmerksam zu, Zwei-Personen-Studioaufnahme

Britta Berthold: Sie sprechen oft von Fettleber als zentralem Risiko. Warum ist die Leber so wichtig für das Herz?

Dr. Stark erklärt: Eine nicht‑alkoholische Fettleber geht meist mit Insulinresistenz einher. Die Leber produziert bei Fruktoseabbau Harnsäure und wandelt überschüssige Kohlenhydrate in Fett. Eine Fettleber fördert erhöhte Triglyceride, Entzündungen und kleine LDL‑Partikel — alles Risikofaktoren für KHK. Ultraschall kann eine Fettleber zeigen; bereits ab 5–7 Prozent Fett spricht man davon. Die gute Nachricht: Die Leber regeneriert; durch kalorienreduzierte Phasen und kohlenhydratarme Ernährung lässt sich Leberfett schnell reduzieren.

Dr. Markus Stark erklärt Fettleber und Herzrisiko im Interview

Britta Berthold: Welche Blutwerte und Tests empfehlen Sie, um das Risiko besser einzuschätzen?

Dr. Stark empfiehlt gezielte Messungen: High‑Sensitive‑CRP (Entzündung), Omega‑3‑Index (Anteil an Omega‑3 in Erythrozyten), Homocystein (4–8 μmol/l als Zielbereich), Harnsäure, Triglyceride sowie intrazelluläre Spurenelemente wie Magnesium und Bor. Viele Tests werden allerdings nur serumbasiert bezahlt. Für Magnesium ist die intrazelluläre Messung aussagekräftiger, weil Serumwerte oft normal erscheinen, obwohl in den Zellen Mangel herrscht.

Nahaufnahme von Dr. Markus Stark, er zeigt mit dem Zeigefinger und erklärt einen Punkt im Interview.

Britta Berthold: Welche Rolle spielen Mikronährstoffe konkret?

Dr. Stark: Magnesium ist essenziell — es entspannt die Gefäße, stabilisiert die Natrium‑Kalium‑Pumpe und verhindert Calcium‑Influx in den Zellen. Magnesiummangel reduziert die Mitochondrienanzahl und damit Energie (ATP). Vitamin D, Vitamin K2 und Vitamin C sind ebenfalls wichtig: K2 steuert Calciumverteilung, Vitamin C stärkt das Bindegewebe der Gefäße, Vitamin D moduliert Entzündungen. Omega‑3 reduziert das Risiko für den plötzlichen Herztod — ein Omega‑3‑Index von 8–11 Prozent ist optimal.

Britta Berthold: Wie steht es um Nahrungsempfehlungen — sind Eier verboten?

Dr. Stark widerspricht klar: Das Ei ist kein Feind. Das Eigelb liefert Cholin, wichtig für Leberstoffwechsel und Acetylcholinbildung im Gehirn. Ein Cholinmangel fördert eine Fettleber. Er empfiehlt circa zehn Eier pro Woche von gut gehaltenen Hühnern. Rohes Eigelb nutzt er persönlich als Cholinquelle (z. B. unter Reis oder in Brühe). Insgesamt rät er zu einer paleo‑mediterranen Kost mit reduziertem Kohlenhydratanteil.

Zwei Personen im Gespräch im Studio, einer gestikuliert erklärend, Tisch mit Gläsern

Britta Berthold: Was halten Sie von modernen Abnehmtherapien wie den GLP‑1‑Agonisten?

Dr. Stark ist kritisch: Diese Präparate steigern das Sättigungsgefühl durch Verlängerung der Halbwertszeit von GLP‑1. Kurzfristig führen sie zu Gewichtsverlust, aber es gibt Nebenwirkungen und offene Langzeitfragen. Er warnt davor, dass Mikronährstoffmängel, psychische Nebenwirkungen und nachhaltige metabolische Folgen nicht ausreichend erforscht sind. Für dauerhafte Gesundheit bleibt der Lebensstil die nachhaltigste Basis.

Britta Berthold: Und Stress — beeinflusst er Herzkrankheiten?

Dr. Stark: Ja. Stress erhöht Cortisol, was den Blutzucker und Insulin steigen lässt. Chronischer sympathischer Tonus fördert Entzündung. Schlafmangel, fehlende Erholung und dauerhafter Stress halten den Körper in einem proinflammatorischen Zustand. Maßnahmen zur Aktivierung des Parasympathikus — regelmäßige Bewegung, Schlaf, Mikronährstoffe, Atemübungen — reduzieren Entzündungen.

Britta Berthold: Welche praktischen Schritte können die Leser sofort umsetzen?

Dr. Stark fasst konkrete Maßnahmen zusammen:

  • Ernährungsumstellung: Paleo‑mediterran, kohlenhydratreduziert, zwei Drittel Gemüse, ein Drittel Obst, Fruchtsäfte stark verdünnen.
  • Intervallfasten / Dinner‑Cancel: Abendmahlzeiten gelegentlich weglassen, damit die Leber Fett abbauen kann.
  • Bewegung: Täglich aktiv sein — Bewegung ist Stressabbau und metabolische Therapie.
  • Mikronährstoffe: Omega‑3, Magnesium (Glycinat bevorzugt), Vitamin D, K2, B‑Komplex zur Homocystein‑Regulation.
  • Screening: CRP, Omega‑3‑Index, Homocystein, Harnsäure, Triglyceride, Leberultraschall bei Verdacht.

Zusammenfassung — die Kernbotschaften

Die wichtigste Erkenntnis: Entzündung und Fettleber sind zentrale Treiber für koronale Herzkrankheit. Cholesterin ist nur ein Teil des Bildes. Prävention durch Lebensstil, gezielte Mikronährstoffversorgung und regelmäßige Tests sind oft wirkungsvoller als reines Medikamentenmanagement. Hoffnung besteht: Die Leber kann sich regenerieren, und mit klaren Maßnahmen lassen sich Risiken deutlich senken.

Gast im Studio, ruhige Pose mit beiden Händen vor dem Körper, Gesprächssituation

Häufige Fragen (FAQ)

Wie erkenne ich eine Fettleber?

Meistens über Ultraschall. Häufige Hinweise sind Übergewicht, erhöhte Triglyceride oder auffällige Leberwerte. Auch schlanke Menschen können betroffen sein, z. B. bei hohem Fruktosekonsum oder Alkohol.

Hilft die Senkung des Cholesterins allein gegen KHK?

Nicht ausreichend. Viele Herzinfarkte passieren trotz normaler Cholesterinwerte. Entzündungsmarker, Triglyceride, Harnsäure und LDL‑Partikelgröße sind mindestens genauso wichtig.

Welche Tests sollte ich anfordern?

High‑Sensitive‑CRP, Omega‑3‑Index, Homocystein, Triglyceride, Harnsäure, Leberultraschall und bei Bedarf intrazelluläre Magnesiummessung.

Kann eine Fettleber vollständig zurückgehen?

Ja. Bei konsequenter Umstellung der Ernährung und Reduktion von Übergewicht bzw. Kohlenhydraten kann die Leber innerhalb von Wochen deutlich entgiften und Fett abbauen.

Weiterführende Angebote von QS24

Wenn Sie vertiefte Informationen wünschen: Die QS24 Mediengruppe bietet zahlreiche Ressourcen. Der QS24 Gesundheitskompass informiert umfassend — die erste Ausgabe erreichte eine Verbreitung von 140.000 Exemplaren. Die zweite Ausgabe setzte einen Meilenstein mit einer Auflage von über 1.000.000 Exemplaren, davon rund 580.000 Stück direkt im D‑A‑CH‑Raum verteilt.

Besonders nützlich sind:

Abschließende Gedanken

Dr. Markus Stark vermittelt eine klare Botschaft: Setzen Sie auf Entzündungsreduktion, Lebergesundheit und Mikronährstoffe. Prävention ist immer vorausdenkend; kleine Änderungen im Alltag können große Wirkung entfalten. Die Brücke zwischen Schulmedizin und Ganzheitsmedizin ist nicht nur möglich, sie ist notwendig, um Ursachen zu behandeln statt nur Symptome.

Danke für Ihre Zeit und Ihr Vertrauen. Für vertiefende Fortbildungen und regelmäßige Informationen empfehlen wir die QS24 Academy, den Gesundheitskompass und die QS24 Sprechstunden. Ihre Gesundheit ist ein wertvolles Projekt — handeln Sie mutig und mit Herz.

Mit herzlicher Dankbarkeit,
QS24 Redaktion



Veröffentlicht von

Alexander Glogg

Mehr Informationen Mitglied kontaktieren

Verwandte Beiträge


Die Befreiung aus dem Schmerzkörper. Ein Interview mit Barbara Alexandra Hödel, Energie- und Lichtarbeiterin
Die Befreiung aus dem Schmerzkörper. Ein Interview mit Barbara Alexandra Hödel, Energie- und Lichtarbeiterin
Interview mit Dr. med. Goran Stojmenovic, Facharzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren und funktionelle Medizin — qs24, wikisana, qs24.tv, sprechstunden
Interview mit Dr. med. Goran Stojmenovic, Facharzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren und funktionelle
Soll Homöopathie verboten werden? Die Expertendebatte mit Prof. Dr. Dr. Harald Walach und Prof. Dr. rer. nat. Stefan Hockertz
Soll Homöopathie verboten werden? Die Expertendebatte mit Prof. Dr. Dr. Harald Walach und Prof. Dr.
Warum Chemie, wenn die Natur heilen kann?
Warum Chemie, wenn die Natur heilen kann?
Wie Tiefenhypnose Ihr Leben verändern kann!
Wie Tiefenhypnose Ihr Leben verändern kann!

Wir lieben es, verbunden zu bleiben

Banneranzeige