Permanent Make-up kann mehr sein als ein Schönheitsangebot. Für Frauen während und nach einer Krebsbehandlung verändert es den Blick in den Spiegel, stärkt Würde und Selbstwert und eröffnet zugleich berufliche Perspektiven. In diesem Interviewformat beantwortet Regine Plochmann, erfahrene Kosmetikerin und Spezialistin für Permanent Make-up bei Krebspatientinnen, gemeinsam mit Harry Ritter, Geschäftsführer der RISO Cooperation GmbH, zentrale Fragen zu Wirkung, Ausbildung und Marktchancen. Die QS24-Community, wikiSana und die Plattform QS24.tv unterstützen die Verbreitung dieser wichtigen Informationen und bieten mit den Sprechstunden einen Ort für Austausch und Weiterbildung.
Inhaltsverzeichnis
- Warum Permanent Make-up bei Krebspatientinnen wichtig ist
- RISO: Qualität, Forschung und Verantwortung
- Ausbildung, Ablauf und Investition
- Berufliche Möglichkeiten: Studio, mobil, Kreuzfahrt
- Zielgruppen und klinische Integration
- Erfahrungen aus der Praxis
- FAQ
- Weiterführende Angebote von QS24
- Schlusswort
Warum Permanent Make-up bei Krebspatientinnen wichtig ist
Was bewirkt Permanent Make-up emotional und psychisch für Patientinnen vor und nach einer Chemotherapie?
Regine Plochmann: Die psychische Unterstützung ist zentral. Viele Frauen stehen vor der Chemo und wissen: Ich werde Haare verlieren. Wenn jedoch Augenbrauen oder ein konturiertes Lippenbild trotz Chemotherapie sichtbar bleiben, gibt das Halt. Der Blick in den Spiegel ist nicht nur Eitelkeit. Er ist ein Anker für Selbstwert, Würde und Hoffnung, und das kann den Heilungsprozess positiv begleiten.

Welche Rückmeldungen erhalten Sie am häufigsten von Ihren Klientinnen?
Regine Plochmann: Dankbarkeit und enorme Erleichterung. Viele berichten, dass ihnen der Stein vom Herzen fällt, weil ihr Gesicht wieder ein vertrautes Bild zeigt. Selbst wenn Perücke oder Kopftuch nötig sind, sorgt eine natürliche Augenbrauenform dafür, dass die Menschen nicht »gezeichnet« wirken. Das beeinflusst die Interaktionen mit Familie, Kollegen und Nachbarn positiv.
RISO: Qualität, Forschung und Verantwortung
Was unterscheidet RISO im Markt für Permanent Make-up?
Harry Ritter: Wir sind Manufaktur und Ausbilder zugleich. Unsere Pigmente werden im eigenen Labor entwickelt — mineralisch, ohne Konservierer oder unnötige Zusätze. Mehr noch: wir begleiten unsere Partnerinnen langfristig, von der Ausbildung über Marketing bis zur Qualitätskontrolle. Verantwortung bedeutet für uns, dass Kundinnen in guten Händen sind und Studios professionelle Unterstützung erhalten.

Warum ist eine geprüfte Ausbildung so wichtig?
Harry Ritter: In Deutschland gibt es wenig Regulierungen. Jeder kann beginnen zu pigmentieren. Um Misslungenes zu vermeiden, investieren wir viel Zeit in Schulung und Nachbetreuung. Nur so entstehen natürliche Ergebnisse, die nicht wie ein »Stempel« wirken, sondern individuell zum Gesicht passen.
Ausbildung, Ablauf und Investition
Wie läuft die RISO-Ausbildung konkret ab und wie lange dauert sie?
Harry Ritter: Die Betreuung kann bis zu zwei Jahre dauern, aber niemand muss zwei Jahre am Stück anreisen. Sie starten theoretisch zuhause, kommen für sechs Tage Augenbrauentraining, vier Tage Lippen- und Lidtraining. Besonderheit: Sie können Trainingsschritte so oft wiederholen, wie nötig — in der Spitze sind über 60 Trainingstage möglich. Modelle werden gestellt; später bringt man eigene Kundinnen mit, um Heilungsverläufe zu prüfen.

Welche Investitionen sollten Interessentinnen einplanen?
Harry Ritter: Für die Studioeinrichtung sind 4.000 bis 6.000 Euro realistisch, wenn Raumausstattung bereits besteht. Für eine qualitativ hochwertige, zweijährige Ausbildungsbetreuung liegt ein Orientierungswert bei etwa 18.000 Euro. Diese Zahlen sind Investitionen in Handwerk, Reputation und eine sinnstiftende Tätigkeit.
Berufliche Möglichkeiten: Studio, mobil, Kreuzfahrt
Welche Geschäftsmodelle sind möglich, wenn man Permanent Make-up beruflich betreiben möchte?
Regine Plochmann: Sie können in einem bestehenden Kosmetikstudio arbeiten, ein eigenes Studio öffnen oder mobil in Hotels, Spas und Friseursalons tätig werden. Die Mobilität ist praktisch: kleines Equipment, ein Köfferchen — und Sie sind flexibel unterwegs. Außerdem gibt es attraktive Kooperationen mit Kreuzfahrtreedereien wie TUI Mein Schiff, wo zertifizierte Partnerinnen an Bord arbeiten können.

Wie funktioniert die Arbeit an Bord von Kreuzfahrtschiffen praktisch?
Harry Ritter: Hafentage bieten Zeit für Landgänge, an Seetagen können Sie Vorträge halten, Live-Vorzeichnungen zeigen und pigmentieren. Viele Partnerinnen sind bereits ab Tag zwei oder drei ausgebucht. RISO unterstützt mit Marketingmaterialien und einem Partnernetzwerk, sodass Nachbetreuung an Land gesichert ist.
Zielgruppen und klinische Integration
Könnte Permanent Make-up direkt in Kliniken angeboten werden?
Harry Ritter: Ja — und das ist unser Appell an Ärzte und Kliniken. Wenn Patientinnen bereits im Krankenhaus eine Anlaufstelle finden, erspart das zusätzliche Suche und schafft unmittelbare Unterstützung. RISO bietet Ausbildungskonzepte für Kliniken, um qualifizierte Behandlerinnen vor Ort aus- oder weiterzubilden.

Welche weiteren Zielgruppen profitieren neben Krebspatientinnen?
Regine Plochmann: Menschen mit kreisrundem Haarausfall, ältere Kundinnen mit lichten Augenbrauen, oder jene, die über Jahre zu viel gezupft haben. Das Spektrum ist breit — permanent Make-up hilft in vielen Situationen, nicht nur bei schwerer Krankheit.
Erfahrungen aus der Praxis
Welche persönlichen Beispiele zeigen den Wert der Arbeit?
Regine Plochmann: Eine Klientin am Ammersee beschrieb, wie sehr die Behandlung ihren Alltag veränderte. Solche Rückmeldungen bestätigen: Es geht nicht nur um Ästhetik, sondern um Lebensqualität, Mut und die Würde der Betroffenen.

FAQ
Wie lange halten die Pigmentierungen und wie verträglich sind die Farben?
RISO-Pigmente sind rein mineralisch und sehr gut verträglich. Die Haltbarkeit hängt von Hauttyp, Pflege und Sonneneinstrahlung ab. In der Praxis berichten viele Behandlerinnen über nachhaltige, natürliche Ergebnisse und seltene Unverträglichkeiten.
Brauche ich eine kosmetische Vorbildung, um die Ausbildung zu beginnen?
Vorerfahrung ist hilfreich, aber nicht zwingend. Das Ausbildungskonzept ist so aufgebaut, dass auch Quereinsteigerinnen das notwendige Handwerk, die Farb- und Formkompetenz sowie die soziale Kompetenz für die Arbeit mit kranken Menschen erlernen können.
Kann ich mobil arbeiten und wie finde ich Kooperationspartner wie Hotels?
Ja, mobil arbeiten ist möglich und wird aktiv unterstützt. RISO stellt Präsentationen, PDFs und Werbematerialien zur Verfügung. Kooperationen mit Hotels und Spas lassen sich mit einem professionellen Angebot und unserem Netzwerk leichter aufbauen.
Gibt es eine Möglichkeit, auf Kreuzfahrtschiffen zu arbeiten?
Ja. Nach erfolgreicher Zertifizierung können Partnerinnen bei TUI Mein Schiff und weiteren Reedereien an Bord arbeiten. RISO übernimmt in vielen Fällen Flug und Unterkunft und ermöglicht damit eine attraktive Kombination aus Arbeit und Reisen.
Weiterführende Angebote von QS24
Wenn Sie vertiefen möchten: Die QS24 Mediengruppe bietet umfassende Ressourcen. Entdecken Sie den QS24 Gesundheitskompass online unter https://qs24.run/online. Die erste Ausgabe des Gesundheitskompasses erreichte bereits 140.000 Exemplare. Die zweite Ausgabe markiert einen neuen Meilenstein: Über 1.000.000 Exemplare wurden produziert, davon rund 580.000 Stück direkt im D-A-CH-Raum verteilt.
Weitere Angebote:
- QS24 Academy: Zertifikatskurse mit Experten, verfügbar unter https://my.qs24.academy
- QS24 APP: Installieren Sie unsere App: https://www.qs24.tv/qs24-app/
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- wikiSana: Die größte Streaming-Datenbank für ganzheitliche Medizin und Persönlichkeitsentwicklung ist integraler Teil unseres Angebots.
Schlusswort
Permanent Make-up kann Brücken bauen — zwischen medizinischer Behandlung und gelebter Würde, zwischen Ursachen und Wirkungen, zwischen beruflicher Neuausrichtung und persönlicher Erfüllung. RISO und erfahrene Praktikerinnen wie Regine Plochmann zeigen, wie aus professioneller Qualität echte Hilfe wird. Wenn Sie sich berufen fühlen, diesen Weg zu gehen, informieren Sie sich weiter, sprechen Sie mit Fachleuten und prüfen Sie die Ausbildungsmöglichkeiten. Die QS24 Mediengruppe unterstützt diesen Austausch durch Plattformen wie wikiSana, QS24.tv und die Sprechstunden.
Danke für Ihre Zeit und Ihr Interesse. Mit herzlichen Grüßen und in Dankbarkeit,
Alexander Glogg
Im Namen von QS24

