Veröffentlicht 10/03/2026 in Naturmedizin von Alexander Glogg

Neuromodulation bei Parkinson: Ein neuer Anfang – Interview mit Dr. med. Helmut B. Retzek


Neuromodulation bei Parkinson: Ein neuer Anfang – Interview mit Dr. med. Helmut B. Retzek

QS24, wikiSana, QS24.tv, Sprechstunden — diese Plattformen stehen für eine Initiative, die Hoffnung für Menschen mit neurologischen Erkrankungen bringt. In diesem Gespräch erklärt Dr. Helmut B. Retzek, wie moderne Neuromodulation und ergänzende Verfahren Parkinson-Patienten und Menschen mit anderen Nervenerkrankungen neue Lebensqualität schenken können. Sie erhalten klare Antworten, praktische Hinweise und Links zu weiterführenden Angeboten.

Inhaltsverzeichnis

Kurzüberblick: Worum geht es?

Dr. Retzek beschreibt eine Kombination aus transkranieller Stimulation (tDCS), Pulswellen- und Stoßwellentherapie sowie gezielter Trainingsbegleitung. Das Ziel: gestörte Gehirnnetzwerke modulieren, Durchblutung verbessern, Entzündungen senken und so Bewegung, Sprache und Lebensqualität nachhaltig verbessern.

Screenshot: Therapeut und Patient bei einer Bewegungsübung vor dem SOZO Brain Center-Logo und Monitor

Interview (Fragen von Alexander Glogg)

Herr Dr. Retzek, was genau verstehen Sie unter Neuromodulation bei Parkinson?

Dr. Retzek erklärt, dass Neuromodulation ein Oberbegriff für Verfahren ist, die mit sehr geringer Energie gezielt Hirnregionen aktivieren oder dämpfen. Bei Parkinson zielt man auf motorische Netzwerke, den Hirnstamm und angrenzende Areale, um Bewegungsabläufe zu erleichtern, Tremor und Freeze-Episoden zu reduzieren sowie sekundäre Symptome wie Depressionen oder Schlafstörungen positiv zu beeinflussen.

Welche konkreten Methoden setzen Sie ein und wie unterscheiden sie sich?

Er unterscheidet drei wichtige Werkzeuge:

  • tDCS (transkranielle Gleichstromstimulation) — ein kleines Gerät (z. B. PLATO), das über 20–30 Minuten punktuell stimuliert und den Patienten das Üben erleichtert.
  • Pulswellen- / Stoßwellentherapie (TPS) — verbessert Kapillardichte, aktiviert Stammzellen und fördert Regeneration im Gewebe; am Gehirn eingesetzt kann dies Durchblutung und Nervenwachstum unterstützen.
  • Vagus- und Hirnstammstimulation — gezielte Ansprache tiefer Strukturen bei Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen oder bei ME-CFS-ähnlichen Beschwerden.
Patient geht einen Flur entlang bei einer Geh-Übung, Ansicht von hinten, klinische Umgebung.

Sie zeigen eindrückliche Vorher-Nachher-Beispiele. Sind diese Ergebnisse wirklich so schnell möglich?

Einige Patienten zeigen innerhalb von Minuten bis Stunden messbare Verbesserungen: flüssigeres Gehen, reduzierte Rigidität, vermehrte Mimik. Dr. Retzek betont, dass die Dauer der Wirkung individuell ist — von einigen Stunden bis zu mehreren Wochen. Daher empfiehlt er eine Anfangsphase mit häufiger Anwendung (z. B. zweimal täglich), gefolgt von einer individuell abgestimmten Erhaltungsfrequenz.

Patient trägt ein Stimulationskopfband und geht im Behandlungszimmer; Monitor und weitere Geräte im Hintergrund.

Wie läuft eine typische Behandlung praktisch ab?

Die Behandlung beginnt mit einer Evaluation: Tests für Grob- und Feinmotorik, Balance und kognitive Funktionen. Danach werden gezielt Regionen getestet — häufig probiert man die gesunde Seite ebenso wie die betroffene Seite, um herauszufinden, wo die beste Wirkung entsteht. Während der Stimulation übt der Patient genau jene Bewegungen, die verbessert werden sollen. So nutzt das Gehirn die temporär höhere Leistungsfähigkeit für neue, stabile Verknüpfungen.

Welche Beschwerden außer Parkinson könnten profitieren?

Dr. Retzek nennt ein breites Spektrum: Demenz- und Alzheimer-Formen, MS, Schlaganfallfolgen, Autismus, Tourette, chronische Schmerzen und sogar ME-CFS-Subtypen. Entscheidend ist die individuelle Diagnostik und die passende Kombination aus Stimulation, Reha-Übungen und ergänzender Therapie.

Studioaufnahme: zwei Gesprächspartner sitzen gegenüber an einem Tisch, klare Bildkomposition, QS24-Branding unten links

Gibt es wissenschaftliche Grundlagen und Studien, die das stützen?

Ja. Die Wirkmechanismen — veränderte Netzwerkaktivität, reduzierte Entzündungsmarker, verbesserte Durchblutung — sind in zahlreichen Studien beschrieben. Dr. Retzek ergänzt, dass klinische Erfahrungen und dokumentierte Vorher-Nachher-Fälle die Praxisrelevanz unterstreichen. Er verweist auf Zusammenstellungen und Videos in seiner Dokumentation sowie auf internationale Publikationen zu tDCS, TPS und Vagus-Stimulation.

Müssen Patienten das Gerät kaufen, und wie teuer ist das?

Kleinere tDCS-Geräte für den Heimanwender kosten laut Angabe etwa 1.500 bis 2.000 Euro. Größere Pulswellen-Applikatoren sind deutlich teurer und meist in Kliniken oder spezialisierten Zentren zu finden. Dr. Retzek weist darauf hin, dass Therapie und Training durch Fachpersonal oft günstiger sind als langfristige Pflegekosten, wenn sie Lebensqualität und Selbstständigkeit verbessern.

Wer darf diese Therapien durchführen und wo finde ich ausgebildete Ärzte?

Die Therapie erfordert spezielle Ausbildung und Erfahrung. Aktuell bieten bestimmte Zentren und Ausbildungsprogramme die Qualifikation an. Empfehlenswerte Informationsquellen sind die Plattformen des Sozo Brain Centers und die Verzeichnisse zertifizierter Ärzte. Dr. Retzek nennt seine Website ganzemedizin.at sowie das SozoBrainCenter-Verzeichnis als Startpunkte.

Gast steht vom Stuhl auf während des Gesprächs, Gesprächspartner blickt zu ihm; runder Tisch mit Blumen in der Mitte

Wie nachhaltig sind die Verbesserungen? Ist das eine ursachenorientierte Therapie?

Dr. Retzek betont: Es ist sowohl Wirkungs- als auch ursachenorientiert. Durch Entzündungsreduktion, verbesserte Durchblutung und Abtransport von Toxinen (z. B. Schwermetallen) kann die Therapie Ursachen beeinflussen. Gleichzeitig handelt es sich um eine unterstützende Therapie, die bestehende degenerative Prozesse nicht immer vollständig umkehrt. Ziel ist Funktionserhalt und -verbesserung, nicht immer vollständige Heilung.

Wie finden Ärzte und Therapeuten Ausbildung und Partner?

Aktuelle Trainings werden von spezialisierten Zentren wie dem Sozo Brain Center angeboten. Immer mehr Ärzte lassen sich schulen; weltweit wächst ein Netzwerk aus Behandlern. Dr. Retzek empfiehlt, auf offizielle Trainings, geprüfte Curricula und klinische Dokumentationen zu achten.

Praktische Hinweise für Betroffene

  • Dokumentation: Vorher-Nachher-Videos, Standardtests (Glas-Test, Gangbild) sind wichtig.
  • Begleitung: Anfangs ist professionelle Anleitung wichtig; Angehörige können das Training später übernehmen.
  • Erwartungen: Nicht jede Person reagiert gleich; die meisten profitieren jedoch hinsichtlich Beweglichkeit und Lebensqualität.
  • Sicherheit: Anwendung durch geschulte Teams minimiert Risiken.

FAQ

Wie lange hält eine Stimulation an?

Die Wirkung kann zwischen einigen Stunden und mehreren Wochen dauern. Die individuelle Erhaltungsfrequenz (z. B. mehrmals pro Woche) wird in der Praxis abgestimmt.

Ist das für ältere Menschen geeignet?

Ja, aber die Lernfähigkeit für das Selbstmanagement nimmt zu höherem Alter ab. Bei sehr alten Patienten ist es sinnvoll, Angehörige zu schulen oder die Behandlung in der Klinik durchzuführen.

Wo finde ich seriöse Informationen und Behandler?

Empfohlene Startpunkte sind die Seiten ganzemedizin.at und SozoBrainCenter.com. Zusätzlich bietet QS24 eine Übersicht über ausgebildete Ärzte.

Hilft das auch bei Schmerzen oder ME-CFS?

Ja. Es gibt dokumentierte Fälle mit deutlicher Schmerzlinderung und ersten positiven Ergebnissen bei bestimmten ME-CFS-Subtypen. Die Therapie ist vielversprechend, aber weiter zu erforschen.

Wo Sie weitere Informationen, Kurse und Live-Formate finden

Sie möchten tiefer einsteigen? Nutzen Sie die Angebote der QS24-Mediengruppe:

  • QS24 Gesundheitskompass — die erste Ausgabe erreichte 140.000 Exemplare. Die zweite Ausgabe markiert einen neuen Meilenstein mit über 1.000.000 Exemplaren Auflage, davon rund 580.000 direkt im D-A-CH-Raum verteilt.
  • QS24 Academy — einzigartige Kurse und Zertifikate mit Experten: https://my.qs24.academy
  • Online-Zeitung & Gesundheitskompass-Plattform: https://qs24.run/online
  • QS24 App: Installieren Sie die App für Zugang zu Sendungen und Formaten: https://www.qs24.tv/qs24-app/
  • QS24 Sprechstunden — interaktive Experten-Events mit Live-Fragen und Networking: https://qs24.run/sprechstunden
  • Newsletter — melden Sie sich an und bleiben Sie informiert: https://www.qs24.tv/newsletter/

Warum QS24, wikiSana, QS24.tv, Sprechstunden wichtig sind

Die QS24 Mediengruppe bündelt Forschung, Praxis und ganzheitliche Medizin in einer öffentlich zugänglichen Plattform. Mit tausenden Sendungen, einem großen Expertennetzwerk und technischen Tools wie KI-Sana schafft sie Transparenz und Weiterbildung für Fachleute und Betroffene gleichermaßen. Das Verzeichnis von Experten und die Sprechstunden helfen Ihnen, den richtigen Ansprechpartner in Ihrer Nähe zu finden.

Abschließende Gedanken

Die hier vorgestellten Verfahren sind kein Allheilmittel, aber sie können Brücken schlagen zwischen Schulmedizin und Ganzheitsmedizin. Sie geben Betroffenen Möglichkeiten zurück, die zuvor als verloren galten: Beweglichkeit, Ausdruck und Lebensfreude. Dr. Retzek schildert bewegende Fälle — von Patienten, die aus dem Rollstuhl aufstanden, bis zu Menschen, die nach intensiver Therapie wieder tanzen konnten. Solche Geschichten zeigen: Hoffnung ist mehr als ein Wort; sie ist handfest und wissenschaftlich fundiert.

Wenn Sie sich weiter informieren möchten, nutzen Sie die QS24-Angebote: Gesundheitskompass, Academy, App und Sprechstunden. Diese Plattformen bündeln Wissen, Ausbildung und Austausch für nachhaltige Gesundheitsentscheidungen.

Mit großer Dankbarkeit für Ihr Interesse und in der Hoffnung, Ihnen eine Orientierung gegeben zu haben, verbleibt

Herzlich,

Alexander Glogg

QS24 - Schweizer Gesundheitsfernsehen



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