Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Bitterstoffe, Warmes Bier und das Immunsystem
- Praktische Erste‑Hilfe aus der Küche
- Traditionelle Europäische Medizin: Trinkmoor und Huminsäuren
- Reflux, Sodbrennen und einfache Hausmittel
- Weitere bewährte Maßnahmen
- Pflanzen für Mund, Augen und Gefäße
- Lebensstil, Bitterkeit und die Zukunft
- FAQ — Kurz und praktisch
- Abschließende Gedanken, Angebote und Einladung
Einleitung
In einem herzlichen Gespräch auf QS24 erklärt Dr. med. Simon Feldhaus, Mitglied des Wissenschafts‑Gremiums, wie traditionelle Hausmittel noch heute wirksame Helfer im Alltag sein können. Dieses Interview, entstanden für QS24, wikiSana, QS24.tv, Sprechstunden, holt altes Wissen zurück in Ihre Küche und stärkt Ihre Gesundheitskompetenz – damit Sie im Alltag häufiger selbstwirksam handeln können.
Herr Dr. Feldhaus, warum lohnt sich der Blick in die Hausmittel Ihrer Großmutter?
Dr. Feldhaus betont, dass viele dieser Rezepte jahrhundertelange Erfahrung bündeln. Sie sind oft simpel, nebenwirkungsarm und verstehen den Menschen als Ganzes: Ursachen und Wirkungen. Er sieht die Brücke Schulmedizin und Ganzheitsmedizin als fruchtbar – nicht als Gegensatz – und empfiehlt, dass Sie Grundlagen der Selbsthilfe kennen, bevor kompliziertere Eingriffe nötig werden.

Bitterstoffe, Warmes Bier und das Immunsystem
Warmes Bier bei Erkältung — ist das nur ein Mythos?
Dr. Feldhaus erklärt, dass das warme Bier als phytotherapeutisches Hausmittel wirkt. Hopfen enthält Bitterstoffe und ätherische Bestandteile mit antiviralen Eigenschaften. Warme Zubereitung fördert die Durchblutung und die Freisetzung dieser Öle. Studien zeigen eine Verkürzung der Erkältungsdauer um etwa anderthalb Tage bei moderater Anwendung (kleine Mengen, z. B. 50–100 ml, nicht für Kinder).
Warum sind Bitterstoffe so wichtig für die Gesundheit?
Er weist darauf hin, dass Bitterstoffe die Verdauung, Leberfunktion und Enzymproduktion anregen. Unsere moderne Nahrung reduziert diese Bitterprofile (Eisbergsalat statt Radicchio), was zu einer Unterversorgung führen kann. Dr. Feldhaus empfiehlt schrittweise Wieder‑Eingewöhnung an bittere Aromen – für Stoffwechsel und Mikrobiom.
Praktische Erste‑Hilfe aus der Küche
Wie helfen Speichel und Brot bei Blasen an den Füßen?
Dr. Feldhaus erinnert an das einfache, aber effektive Hausmittel: weich gekautes Brot als Abdeckung auf Blasen. Speichel enthält Enzyme und antimikrobielle Faktoren; das weiche Brot bindet, hält die Flüssigkeit und erleichtert die Heilung. Er beschreibt das als pragmatische, sterile Lösung für Notfälle unterwegs.
Ist Urin wirklich ein Desinfektionsmittel?
Er erklärt nüchtern: Frischer Eigenurin enthält Harnstoff und wirkt in bestimmten Notsituationen antiseptisch. Im Alltag empfiehlt er jedoch sichere, modernere Alternativen; Urin bleibt eine historische Notfalloption beim Fehlen anderer Mittel.
Spitzwegerich, Zwiebeln und Knoblauch — wie setzen Sie diese ein?
Spitzwegerich (Spitzwegerichblatt) ist ein hervorragendes Mittel gegen Stiche und kleinere Wunden; Zwiebeln im Zimmer (feucht aufgehängt) geben schwefelhaltige Inhaltsstoffe frei, vergleichbar mit Acetylcystein‑Effekten, die beim Schleimlösen helfen. Knoblauch wirkt antiviral und antibakteriell lokal — z. B. als dünne Scheibe auf eitrigen Pickeln (Vorsicht: Brennen möglich).
Traditionelle Europäische Medizin: Trinkmoor und Huminsäuren
Was ist Trinkmoor und wann hilft es?
Trinkmoor enthält Huminsäuren aus der zerfallenen Pflanzenwelt eines Moores. Dr. Feldhaus beschreibt zwei Hauptwirkungen: antibakterielle Effekte und starke Bindung von Verdauungsmüll bzw. fäulnisartigen Stoffen. Als traditionelles Mittel hilft es bei akuten Magen‑Darm‑Beschwerden, Durchfall und zur Stabilisierung des Milieus im Darm. In Bio‑Läden gibt es gereinigtes Trinkmoor im Kühlregal; kleine Mengen über 1–2 Tage können bereits Besserung bringen.
Reflux, Sodbrennen und einfache Hausmittel
Reis oder Mandeln gegen Sodbrennen — wie funktioniert das?
Dr. Feldhaus erklärt: Gekochter Reis oder lange gekaute, geschälte Mandeln bilden einen schützenden Schleimfilm über der Speiseröhre. Sie wirken als Säureschutzfilm, nicht als komplette Neutralisierung wie einige Aluminiumsalz‑Präparate. Dadurch wird kein exzessives Nachproduzieren von Magensäure provoziert und es entsteht weniger «Pingpong» Effekt. Gerade Schwangere können so oft schonende Alternativen nutzen.
Weitere bewährte Maßnahmen
Ingwer bei Übelkeit — wie bereiten Sie ihn zu?
Ingwerwasser über Nacht (frische Scheiben in kaltem Wasser) oder Ingwertee sind effektive, gut verträgliche Mittel gegen Schwangerschafts‑ und Reisekrankheits‑Übelkeit. Dr. Feldhaus weist darauf hin, dass bei starkem Erbrechen andere Maßnahmen nötig sind, aber für leichte bis moderate Übelkeit Ingwer hervorragend wirkt.
Geriebener Apfel bei Durchfall — warum inklusive Schale?
Die Schale enthält Pektin, einen Quellstoff, der Flüssigkeit bindet und Stuhlvolumen stabilisiert. Dr. Feldhaus empfiehlt geriebenen Apfel (mit Schale) als einfaches Hausmittel bei akutem Durchfall oder sogar als milde Maßnahme bei Verstopfung.
Haferbrei (Porridge) bei Magenbeschwerden — mehr als nur Komfortessen?
Hafer bildet einen schützenden Schleimfilm, stabilisiert die Schleimhäute und bindet Nahrungscholesterin. Dr. Feldhaus empfiehlt Porridge bei Magenweh, als Frühstück zur Cholesterinsenkung und als schonende Nährstoffquelle.
Pflanzen für Mund, Augen und Gefäße
Salbei bei Entzündungen im Mund‑ und Rachenraum?
Dr. Feldhaus hebt Salbei als klassisches, antiseptisches und antivirales Mittel hervor. Kräftiger Salbei‑Tee zum Gurgeln (nicht schlucken) beruhigt Aphthen, Mandelentzündungen und Zahnfleischprobleme und unterstützt Heilungsprozesse.
Schafgarbe, Wickel und Krampfadern — was hilft wann?
Schafgarbe kann den Gefäßtonus positiv beeinflussen und als Tee oder Umschlag Anwendung finden. Dr. Feldhaus erläutert den Unterschied zwischen Auflage (nur auflegen) und Wickel (anpressen und fixieren): Wickel schaffen besseren Kontakt und Wirkung, z. B. beim Leberwickel oder zur Unterstützung bei frühen Gefäßveränderungen.
Was tun bei Augenentzündungen?
Historisch wurde Milch verwendet, heute ist Schwarztee (kalter, feuchter Teebeutel) effektiver: adstringierend und anti‑entzündlich. Dr. Feldhaus empfiehlt kurze, kühle Teebeutelauflagen zur Linderung von Reizungen.
Lebensstil, Bitterkeit und die Zukunft
Wie bringen wir Bitterkeit zurück in unsere Ernährung?
Dr. Feldhaus plädiert für eine bewusste, graduelle Rückkehr: mehr bittere Salatblätter, dunkle Schokolade in höheren Prozentsätzen und bittere Kräuter als Gewohnheit. Bitterstoffe fördern Enzymproduktion und unterstützen natürliche Stoffwechselprozesse. Er rät, Kinder schrittweise an Bitteres zu gewöhnen, um langfristig ein robustes Verdauungs‑ und Lebermilieu zu fördern.
FAQ — Kurz und praktisch
- Ist warmes Bier für Kinder geeignet?Nein. Nur für Erwachsene in kleinen Mengen (50–100 ml) gedacht.
- Wie lange sollte man Trinkmoor verwenden?Akut meist 1–3 Tage; bei anhaltenden Problemen Rücksprache mit einem Experten.
- Kann man Ingwer täglich nehmen?Ja, in moderater Dosierung ist Ingwer gut verträglich; bei speziellen Erkrankungen vorher abklären.
- Wann ist ärztliche Hilfe statt Hausmittel nötig?Bei hohem Fieber, starken Schmerzen, anhaltendem Blutverlust, schweren Infektionen oder bei Verschlechterung immer ärztlich abklären lassen.
Abschließende Gedanken, Angebote und Einladung
Dieses Interview mit Dr. med. Simon Feldhaus zeigt: Viele natürliche «Schätze» aus Omas Küche sind sichere, wirksame und sofort verfügbare Helfer. Wenn Sie Ihre Gesundheitskompetenz erhöhen, entlasten Sie das Gesundheitssystem und gewinnen mehr Selbstbestimmung für Ihre Gesundheit.
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