Im Gespräch, geführt von Alexander Glogg auf QS24 — Schweizer Gesundheitsfernsehen —, beleuchtet dieses Interview die Frage: Brauchen wir Religionen noch in der modernen Gesellschaft? Sie erhalten hier kompakte Einsichten, wohltuende Perspektiven und praktische Denkanstöße. Dieses Gespräch ist Teil des QS24-Angebots und steht im Kontext von QS24, wikiSana, QS24.tv und den interaktiven Sprechstunden. Inhaltsverzeichnis
Einleitung: Warum dieses Thema jetzt wichtig ist Alexander Glogg führt das Gespräch mit Dr. Ruediger Dahlke persönlich und behutsam. Im Herzen steht die Suche nach Sinn: nicht nur als philosophische Frage, sondern als praktische Grundlage für Selbstliebe, Mitgefühl und gesellschaftliche Integration. Dr. Dahlke betont, dass die tiefe Sehnsucht nach Verbindung bleibt — auch wenn traditionelle Institutionen an Vertrauen verlieren. Dieses Interview richtet sich an alle, die verstehen möchten, wie Religion, Mythos und Spiritualität heute als Brückenfunktion wirken können. ![]() Gliederung des Gesprächs
Interview: Fragen und Antworten Herr Glogg: Brauchen wir heute noch Religionen oder genügt uns Wissenschaft und Technologie? Dr. Dahlke antwortet, dass der Mensch weiterhin einen Glauben oder eine Bindung an etwas Größeres benötigt. Wissenschaft beantwortet viele Faktenfragen, doch sie ersetzt nicht die Erfahrung von Sinn, Gemeinschaft und Transzendenz. Er betont, dass die heutige Kultur zwar christlich geprägt ist, die Institutionen (Kirchen) aber oft ihre Rolle als Zuflucht verloren haben. Wichtig sei, die Metasätze der Religionen (z. B. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“) als Aufforderung zur Selbstliebe und Empathie zu verstehen, nicht als blinden Gehorsam. ![]() Herr Glogg: Können Religionen nicht auch großen Schaden anrichten? Dr. Dahlke räumt ein, dass Religionen historisch oft missbraucht wurden — Kreuzzüge, Inquisition, Missionierung und Ungleichbehandlungen sind deutliche Beispiele. Er verweist auf den Dalai Lama, der kritisch feststellt, Religionen hätten oft mehr Schaden angerichtet als Nutzen. Trotzdem plädiert Dahlke dafür, die Essenz der Religionen (Mitgefühl, Gnade, Liebe) zu bewahren und dogmatische, gewaltfördernde Auslegungen zu hinterfragen. ![]() Herr Glogg: Was ist die Essenz, die uns helfen kann? Die Antwort von Dr. Dahlke lautet: Es geht um die Essenz, nicht um bloße Skripte. In allen großen Traditionen gibt es Kernweisheiten — Achtsamkeit, Gegenwärtigkeit, Mitgefühl. Er empfiehlt, sich an diesen universellen Werten zu orientieren (Esoterik im ursprünglichen Sinne: Esoteros = innerer Kreis), anstatt sich an jedem Wort heiliger Schriften buchstabengetreu festzuhalten. ![]() Herr Glogg: Wie passt Integration in diese Betrachtung? Dahlke macht deutlich, dass Heilung und Reifung Integration bedeuten: Dinge nicht zu unterdrücken oder auszugrenzen, sondern bewusst einzubeziehen. Er nutzt das Bild aus der Paarpsychologie (Anima/Animus nach Jung): Vollständigkeit entsteht durch Integration gegensätzlicher Anteile. Auf gesellschaftlicher Ebene bedeutet dies: fremde Kulturen, Spiritualitäten und Fähigkeiten aufzunehmen, statt sie auszuschließen. ![]() Herr Glogg: Und politisch? Können spirituelle Einsichten Frieden fördern? Dr. Dahlke erläutert, dass viele Konflikte „am Anfang“ liegen — alte Verletzungen, ungeklärte Anerkennungsfragen (z. B. Abraham‑Narrativ: Ismael/Isaak). Er sieht Lösungspotenzial, wenn man die Ursprünge erkennt und Anerkennung sowie gerechte Teilhabe sucht. Darin liegt ein praktischer spiritueller Impuls: Nicht nur Reaktion, sondern präventive Einsicht in Grundmuster (Gesetze der Resonanz, Polarität und Anfang). ![]() Herr Glogg: Wenn Religionen institutionell scheitern — was dann? Dahlke schlägt vor, die Weisheit von Mythen und Märchen zu nutzen: Sie enthalten kollektive Erfahrung und psychologische Wahrheiten. Er empfiehlt, Ersatzmythen (z. B. totale Vergötterung von Geld) zu erkennen und durch reifere Narrative zu ersetzen — Geschichten, die Selbstliebe, Großzügigkeit und Sinn fördern (Hans im Glück als Beispiel). ![]() Herr Glogg: Abschließend — was können Sie, liebe Leserin, lieber Leser, konkret mithilfe dieser Einsichten tun? Dr. Dahlke empfiehlt: Pflegen Sie Selbstliebe, suchen Sie die Essenz in spirituellen Traditionen, integrieren Sie Fremdes als Wachstumsmöglichkeit und engagieren Sie sich für Anerkennung und Gerechtigkeit. Er ermutigt, religiöse Dogmen zu hinterfragen, aber die universellen Werte nicht preiszugeben. Praxisvorschläge: tägliche Meditations- oder Achtsamkeitsroutine, Dialog mit anderen Traditionen, aktive Teilhabe an integrativen Projekten. ![]() Praktische Impulse — Kurz und konkret
FAQ — Häufige Fragen Ist Spiritualität dasselbe wie Religion? Nein. Spiritualität bezieht sich auf persönliche, innere Erfahrungen der Verbundenheit; Religion kann institutionelle und rituelle Formen enthalten. Beide können sich ergänzen. Kann man ohne Kirche spirituell leben? Ja. Viele Menschen bezeichnen sich als spirituell, nicht religiös. Wichtig ist die Suche nach Sinn, Ethik und Verbindung — das kann unabhängig von Institutionen geschehen. Wie hilft Integration gegen gesellschaftliche Spannungen? Integration reduziert Feindbilder, fördert Empathie und schafft Räume für Austausch. Praktisch: Bildung, gemeinsame Projekte und ehrliche Anerkennung historischer Verletzungen. Was kann QS24 für meine Suche nach Ganzheit bieten? QS24 bietet Wissen, Dialog und Vernetzung: Sendungen, die Schulmedizin und Ganzheitsmedizin verbinden, die QS24 Academy, die QS24 App sowie die interaktiven QS24 Sprechstunden sind ideale Formate, um sich weiterzubilden und Experten zu treffen. Weiterführende Angebote & Ressourcen
Fakten zur QS24 Mediengruppe
Quellen, Dank und Einladung Dieses Gespräch wurde ermöglicht durch QS24 — Schweizer Gesundheitsfernsehen. Wir danken Dr. med. Ruediger Dahlke für seine Offenheit und seine tiefgründigen Impulse. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten: Besuchen Sie unsere Plattformen, melden Sie sich zu den QS24 Sprechstunden an und abonnieren Sie den Newsletter. Herzlichen Dank für Ihre Zeit und Ihr Interesse. Möge diese Lektüre Sie einladen, Ihr Inneres zu erforschen, Brücken zu bauen und mit mehr Mitgefühl zu handeln. Mit herzlicher Verbundenheit, Alexander GloggQS24 — Schweizer Gesundheitsfernsehen |









